Full text: Intergenerationelle Lebensqualität. Diversität zwischen Stadt und Land. (21)

38 GENERATIONEN, EMPIRISCHE DIMENSIONEN DER LEBENSQUALITÄT UND RAUM schen, die derselben Kohorte angehören, anhand dessen eine Reihe von Charakteristika, die allen mehr oder weniger gemeinsam sind, beschreibbar ist. Zu diesen Charakteris- tika zählen die genannten gemeinsamen Erfahrungen und Werthaltungen, die Fertig- keiten und Kenntnisse, aber auch gemeinsam erlebte Geschehnisse wie Krieg, das Auftauchen des Fernsehens und dann des Internets, der Sturz politischer Regime oder die Dominanz bestimmter Musiktrends. Die jeweilige Komposition all dieser Charakte- ristika, die meist für einen bestimmten, relativ kurzen Geschichtsabschnitt kennzeich- nend sind, macht die „Einzigartigkeit“ einer Generation aus. Damit ist es zulässig, davon zu sprechen, dass eine Generation gemeinsam geteilte Kultur und Tradition, eine gemeinsam geteilte Konstellation von Emotionen, Einstellungen, Präferenzen und Praktiken sei. Studien haben gezeigt, „that these generational values, the very things that make a generation unique, do not change over time“ (Arsenault 2004, 125). Aller- dings muss betont werden, dass Generationen nicht exklusiv sind, weil die oben genann- ten Charakteristika auch einzelne Generationen überlappen. The Beatles oder Frank Sinatra, der allmähliche Niedergang politischer Großparteien, profitgesteuerte Umwelt- zerstörung überspannen ganz offensichtlich mehrere Generationen. Zusammenfassend kann intergenerationelle Diversität durch soziostrukturellen und kulturellen Wandel sowie durch die Veränderung individueller Lebensereignisse und zeitgeschichtlicher Hintergründe charakterisiert werden (vgl. De Jong Gierveld 2001, 177).

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