Full text: Branchenreport Holzwirtschaft

Solide Reservenausstattung, Seite 24 Die Unternehmen des Holzgewerbes und der Holzindustrie sind mit einer durchschnittlichen Eigenkapitalquote von 48,4 % bzw 38,3 % solide finanziert. Der Großteil der Unternehmen verfügt über eine respektable Eigenka- pitalausstattung, sodass ein Durchhalten in Krisenzeiten leichter zu bewerkstelligen ist. Die Top-Performer hinsichtlich Eigenkapitalreserven sind innerhalb des Holzgewerbes Speedmaster (69 %), Peter Max (68 %), Schösswender Möbel (68 %), S. Schößwender Möbelwerk (65 %), Topic (60) und List components (60 %). In der Holzindustrie sind es ua Kohlbacher (81 %), Johann Pabst Holzindustrie (71 %), Kaindl Flooring (71 %), Mosser Leimholz (64 %) und Villeroy & Boch (57 %). Selbstfinanzierung sehr zufriedenstellend, Seite 27 Die Selbstfinanzierungssituation des Holzgewerbes, gemessen am ordentlichen Cash Flow, nach Zinsen und Steuern ist als zufriedenstellend einzustufen. Die Cash Flow-Quote – ordentlicher Cash Flow in % der Betriebs- leistung – errechnet sich mit 8,9 %. Die Holzindustrie liegt bei dieser Kennzahl mit 6,8 % etwas unter dem Holz- gewerbe. In der österreichischen Sachgütererzeugung wird 2015 im Durchschnitt eine Cash Flow-Quote von 7,7 % verdient. Die Unternehmen des Holzgewerbes brauchen theoretisch durchschnittlich 1,7 Jahre um die gesamte Verschuldung aus dem Cash Flow abzubauen – unter der Annahme, dass keine Investitionen getätigt werden. Das Verhältnis zwischen Verschuldung und Selbstfinanzierung ist somit als ausgezeichnet zu bewerten. Die Holzindustrie, mit einer fiktiven Entschuldungsdauer von 4,4 Jahren, braucht etwas länger. Die Verschul- dungsdauer der gesamten Industrie liegt bei 3,8 Jahren. Mehr Sachinvestitionen, Seite 29 Der AK-Branchenreport zeigt, dass die Holzunternehmen rund 3,1 % der Betriebsleistung für Neuanschaffungen in Sachanlagen verwenden. Während im Holzgewerbe das Investitionsvolumen im Jahr 2015 mit -3,2 % ab- nimmt, zeigt die Holzindustrie mit +12 % Anlagenzuwachs ein regeres Investitionsverhalten. Größere Investiti- onsvolumina in die eigenen Betriebsmittel sind aus den Bilanzen von FACC (25,8 Mio €), Fritz Egger (22,5 Mio €) Stora Enso Wood (22,3 Mio €), Funder Max (15,5 Mio €), Pfeifer Holz (8,8 Mio €), Mayr-Melnhof Holz Gaishorn (7,9 Mio €), Binderholz (7 Mio €), Internorm Bauelemente (6,3 Mio €) und Atomic (5 Mio €) abzulesen. Beschäftigung weiter rückläufig, Seite 11 und 30 In der Branche Holzbe- und verarbeitung (ÖNACE 16) sind laut Statistik Austria 25.924 MitarbeiterInnen be- schäftigt, das ist um -1,4 % weniger als im Jahr zuvor. Bei den Möbelerzeugern (ÖNACE 31) mit 16.442 Arbeit- nehmern zeigt sich 2015 ein etwas höherer Beschäftigtenrückgang von -2,5 %. Die Daten für den Zeitraum Jänner bis Oktober 2016 zeigen einen weiteren Personalabbau von -4,8 %. Personalaufwandstangente sinkt, Produktivität steigt, Seite 32 Der Personalaufwand, gemessen an der Betriebsleistung, liegt im Holzgewerbe mit 28,5 % deutlich höher als in der Holzindustrie (17,6 %). In beiden Sparten ist ein sinkender Anteilswert festzustellen. Der Personalaufwand (ohne Aufwand für Abfertigung und Pension) pro ArbeitnehmerIn steigt im Holzgewerbe um +2,2 % auf 44,9 T€; in der Holzindustrie um +2,7 % auf 52,7 T€. Die Produktivität – gemessen an der Wertschöpfung pro Be- schäftigten – steigt um +9,1 % (Holzgewerbe) bzw +13,3 % (Holzindustrie). 73 % der Holzgewerbeunternehmen und 74 % der Holzindustrieunternehmen weisen 2015 höhere Produktivitätswerte auf. Aktuelle Wirtschaftslage Österreichs, Seite 39 Das WIFO revidierte im Dezember seine Wachstumsprognose für 2016 um 0,2 Prozentpunkte abwärts auf 1,5 %, und auch für die beiden darauffolgenden Jahre wird die Steigerung des realen BIP in dieser Größenord- nung liegen. Die Ausgaben für Flüchtlinge und die Steuerreform sorgen für eine Belebung des Konsums. Auch die Investitionen, insbesondere in Fahrzeuge, entwickeln sich sehr dynamisch. Trotz des Beschäftigungswachs- tums wird die Arbeitslosigkeit steigen, der Preisauftrieb wird ab 2017 wieder etwas stärker. Branchenreport. Holzwirtschaft 2017 ? 5

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