Full text: Zur Zukunft von Arbeit und Wohlfahrtsstaat (19)

9Besonders Stellenausschreibungen, die den Abschluss einer Akademie als Voraussetzung 
nennen, verweisen nahezu nie auf Berufe mit Tätigkeiten, die eine hohe Automatisierungs-
wahrscheinlichkeit bergen. Dies liegt vor allem daran, dass es sich hierbei im Wesentlichen 
um Pflege- und Erziehungsberufe handelt, die durch den erforderlichen intensiven zwi-
schenmenschlichen Kontakt kaum Automatisierungspotenzial aufweisen. Auch Stellenan-
zeigen, die explizit AHS- oder Fachschul-AbsolventInnen nachfragen, beziehen sich selten 
auf Berufe mit (un)mittelbarem Automatisierungsrisiko, wobei AHS-AbsolventInnen vorwie-
gend für Bürotätigkeiten nachgefragt werden, während Fachschul-AbsolventInnen haupt-
sächlich für Pflege- und Sozialberufe gesucht werden. Ein höheres Automatisierungspoten-
zial findet man bei den Berufen für LehrabgängerInnen. Hier haben etwa 13 % der ausge-
schriebenen Stellen ein erhöhtes Automatiserunspotenzial, bei jenen für LehrabgängerInnen 
mit Meisterprüfung sind es sogar knapp 16 %.
Abbildung 1: Anteil der Stellen mit hoher Automatisierungswahrscheinlichkeit in Abhän-
gigkeit von der geforderten Ausbildung
In Abbildung 2 ist der Anteil von Berufen mit hoher Automatisierungswahrscheinlichkeit in 
Abhängigkeit vom Dienstverhältnis dargestellt. Hier zeigt sich, dass das Dauerdienstverhältnis 
von ArbeiterInnen und Angestellten mit 12 % den höchsten Anteil der Berufe mit Automatisie-
rungsrisiko aufweist. Diese Berufe sind zu einem großen Teil in der Produktion und Instandhal-
tung zu finden. Hingegen beziehen sich nur etwa 8 % der ausgeschriebenen Lehrstellen auf 
Berufe mit hohem Automatisierungspotenzial. Diese Lehrstellen finden sich vor allem in der 
Installations- und Anlagentechnik. Bei den Saisonstellen, welche zum überwiegenden Teil in 
der Gastronomie und Hotellerie angesiedelt sind, liegt der Anteil der Berufe mit Automatisie-
rungsrisiko nur bei etwa 0,5 %.
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