Full text: Zur Zukunft von Arbeit und Wohlfahrtsstaat (19)

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 ? Durch die Forcierung einer menschzentrierten, erlebnisorientierten Perspektive wird ein po-
sitives Erleben von Arbeit gefördert, womit Aspekte wie Akzeptanz, Motivation und Arbeits-
zufriedenheit verbessert werden 
Caroline Krammer 
 ? Mit Gig-Economy wird eine neue Art der Arbeitsorganisation umschrieben, die auf flexiblen 
Formen der Arbeitserbringung beruht. Moderne Informations- und Kommunikationstech-
nologien ermöglichen eine Verlagerung der Arbeit auf Maschinen und eine Just-in-Time-
Organisation von Arbeit. Das Risiko unproduktiver Zeiten wird dabei immer mehr auf die 
Arbeitenden verlagert
 ? Die sozialversicherungsrechtliche Einordnung ist die zentrale Stellschraube für eine ange-
messene soziale Absicherung von CrowdworkerInnen und Beitragspflichten von Plattform-
betreiberInnen
 ? Die Arbeitsverhältnisse in der Gig-Economy dauern in der Regel sehr kurz und sind niedrig 
entlohnt. Es gibt keinen klassischen Betrieb, in dem gearbeitet wird und der als Arbeitsort 
festgemacht werden kann. Oft lässt sich daher nicht feststellen, ob gerade Versicherungs-
schutz besteht oder nicht
 ? Der DienstgeberInnen-Begriff ist relevant für die Feststellung der Pflichtversicherung und 
damit auch für die Frage, wer dem/der CrowdworkerIn bzw. dem Versicherungsträger als 
melde- und beitragspflichtig gegenübertritt. Dem/der CrowdworkerIn steht je nach Ge-
schäftsmodell entweder die Plattform oder der/die RequesterIn (Person, die eine Dienstleis-
tung über eine Plattform anfordert) als AuftraggeberIn bzw. DienstgeberIn gegenüber
 ? Bei grenzüberschreitenden Sachverhalten ist österreichisches Sozialrecht anzuwenden, 
wenn CrowdworkerInnen eine Tätigkeit in Österreich ausüben, unabhängig davon, ob die 
Plattformen einen Sitz außerhalb Österreichs haben, außer sie unterliegen dem jeweiligen 
System sozialer Sicherheit im Ausland. Es bestehen entsprechende Melde- und Beitrags-
pflichten der Dienstgeberin bzw. des Dienstgebers, allerdings kann die Übernahme dieser 
Pflichten durch den/die CrowdworkerIn vereinbart werden
Ingrid Mairhuber und Karin Sardadvar 
 ? Der Beitrag fasst ausgewählte Ergebnisse eines politikwissenschaftlich-soziologischen For-
schungsprojektes zu erwerbstätigen pflegenden Angehörigen in Österreich zusammen
 ? Der überwiegende Großteil der Pflege und Betreuung wird in Österreich gegenwärtig von 
Angehörigen geleistet 
 ? Pflegende Angehörige sind zunehmend gleichzeitig erwerbstätig
 ? Für erwerbstätige pflegende Angehörige können sich erhebliche Probleme in Bezug auf die 
Kombination von Pflege- und Erwerbsarbeit ergeben
 ? Gleichzeitig erleben pflegende Angehörige die Erwerbsarbeit zum Teil als wichtiges Gegen-
gewicht zur Pflege- und Betreuungsarbeit
        

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