Full text: Budgetanalyse 2018-2022 (174)

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4.8.3. Grundzüge des Personalplans bis 2022 
Der vorgelegte Personalplan ist insgesamt expansiv ausgerichtet. Im Zeitraum 2017 bis 2022 werden 
3.191 zusätzliche Planstellen geschaffen. Aus arbeitsmarktpolitischer Sicht ist dieser Schritt zu 
begrüßen. Der Anteil der öffentlich Bediensteten an der Erwerbsbevölkerung liegt in Österreich zudem 
deutlich unter dem OECD-Schnitt33. Das durchschnittliche Alter im Bundesdienst liegt derzeit bei etwa 
46 Jahren34 - in den nächsten Jahren werden hohe Pensionierungswellen erwartet. Es ist notwendig auf 
diese demografische Entwicklung rechtzeitig zu reagieren, damit wichtiges fachspezifisches Wissen 
nicht verloren geht. 
Abbildung 32: Grundzüge des Personalplans  
 
Bereits im letzten Finanzrahmen (2017 bis 2020) wurde der restriktive Kurs der vorangegangenen Jahre 
beendet und die Planstellen leicht ausgebaut. Der neue Finanzrahmen sieht in den Grundzügen des 
Personalplans eine weitere Steigerung der Planstellen um 2,3 % (+3.191 Planstellen) bis 2022 
vor. Dabei steht der Ausbau von 4.563 Planstellen den Kürzungen von 1.372 Planstellen gegenüber. 
Die Personalkürzungen werden durch die Nichtnachbesetzung von Pensionierungen realisiert. Von den 
Kürzungen ausgenommen sind die Bereiche Inneres, militärische Angelegenheiten35 sowie Bildung. Mit 
den neuen Grundzügen des Personalplans wird eine Rekordbeschäftigung im Bundesdienst seit dem 
Jahr 200436 erreicht.  
                                                     
33  OECD Government at a Glance 2017; Anteil öffentlich Bediensteter 2015 im OECD-Schnitt: 18,1 %; Österreich: 15,9 %; 
34  Das Personal des Bundes 2017: https://www.oeffentlicherdienst.gv.at/fakten/publikationen/PJB_2017.pdf?66rd86  
35  Die Planstellenreduktion in der UG 14 ist laut Beilage auf das Nachziehen von Personaltransferprojekten und technischen 
Verschiebungen zurückzuführen. 
36  Die Zeitreihe ist erst ab 2004 wegen der Ausgliederung der Universitäten vergleichbar.  
Grundzüge des Personalplans 2017* 2017** 2018 2019 2020 2021 2022 Veränderung
2017 bis 2022
Präsidentschaftskanzlei 80 80 83 83 83 83 83 3
Bundesgesetzgebung 430 430 430 430 430 430 430 0
Verfassungsgerichtshof 100 100 102 102 100 100 100 0
Verwaltungsgerichtshof 200 200 203 203 200 200 200 0
Volksanwaltschaft 75 75 78 78 75 75 75 0
Rechnungshof 323 323 323 323 323 323 323 0
Bundeskanzleramt 1.414 711 781 752 725 725 725 14
Inneres 34.952 34.952 34.215 35.453 36.651 37.749 37.687 2.735
Äußeres 1.334 1.338 1.318 1.299 1.279 1.279 1.279 -59
Justiz und Reformen 11.353 12.008 12.076 11.900 11.591 11.551 11.551 -457
Militärische Angelegenheiten 22.157 22.113 21.897 21.899 21.899 21.899 21.899 -214
Finanzverwaltung 12.031 11.886 11.986 11.986 11.715 11.715 11.715 -171
Öffentlicher Dienst und Sport 0 240 270 267 263 263 263 23
Asyl und Migration 0 0 1.748 1.748 1.748 1.748 1.748 1.748
Arbeit 411 411 411 401 401 401 401 -10
Soziales u Konsumentenschutz 1.157 1.486 1.486 1.452 1.402 1.402 1.402 -84
Gesundheit 431 0 0 0 0 0 0 0
Familien und Jugend 125 124 119 119 119 119 119 -5
Bildung 45.230 45.230 45.308 45.267 45.270 45.270 45.270 40
Wissenschaft und Forschung 717 717 714 694 673 673 673 -44
Kunst und Kultur 307 307 303 303 303 303 303 -4
Wirt h ft 2.270 2.175 2.143 2.091 2.030 2.030 2.030 -145
V rkehr, Innovation, Technologie 1.098 1.098 1.088 1.070 1.051 1.051 1.051 -47
Land- und Forstwirtschaft 2.621 2.812 2.786 2.737 2.680 2.680 2.680 -132
Gesamt 138.816 138.816 139.868 140.657 141.011 142.069 142.007 3.191
Quelle: BMF, eigene Darstellung
*BFRG 2017 bis 2020 gm. BGBl. I, Nr. 60 vom 22.7.2016
** bereinigt um BMG-Novelle
BRFG-E 2018-2020
        

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