Full text: Arbeitskräfteüberlassung in Österreich (024)

5756 ZUR ENTSTEHUNGSGESCHICHTE UND ENTWICKLUNG DES ARBEITSKRÄFTEÜBERLASSUNGSGESETZES (AÜG) Eine nach wie vor ebenfalls ungelöste Herausforderung stellt die Entkoppelung von Arbeitseinsätzen und Beschäftigungsverhältnissen dar. Der Kollektivvertrag für Leih- arbeit sieht hierzu zwar vor, dass aufgrund der Beendigung einer Überlassung (und vier Arbeitstage danach) nicht gekündigt werden darf. In der Praxis werden jedoch teilweise einvernehmliche Kündigungen vereinbart, wobei dies teils auch gegen den Willen der LeiharbeiterInnen stattfindet (siehe dazu Kapitel 10.2). Im Zuge der Novellierung des AÜG 2012 wurde daher vonseiten der ArbeitnehmerInnen ein zusätzliches gesetzliches Verbot einvernehmlicher Lösungen im unmittelbaren Zusammenhang mit der Beendi- gung einer Überlassung gefordert. Ungeachtet dessen kann festgehalten werden, dass Österreich seit vielen Jahren über eine gesetzliche und kollektivvertragliche Grundlage für die Arbeitskräfteüberlassung verfügt, welche auch sukzessive weiterentwickelt wurde. Inwiefern damit Equal Treat- ment für die LeiharbeitnehmerInnen auch in der Praxis tatsächlich realisiert ist und welche Veränderungen sich im Verlauf der letzten Jahre beobachten lassen, themati- sieren die folgenden Kapitel entlang unterschiedlicher Indikatoren.

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