Full text: Arbeitskräfteüberlassung in Österreich (024)

7574 STRUKTUREN DER LEIHARBEITSVERHÄLTNISSE derjahr10 auch einer schulischen oder universitären Ausbildung nachgingen oder in Pension waren und ob sie andererseits auch andere unselbstständige oder selbststän- dige Beschäftigungsverhältnisse innehatten. Wird der Blick zuerst auf Nebentätigkeiten in Form von Pensionsbezügen oder (schuli- schen/universitären) Ausbildungen gelegt, so zeigt sich, dass aktuell etwas mehr als ein Fünftel der Leiharbeitskräfte einer solchen weiteren Tätigkeit nachgeht (Anteil 22 %, siehe Tabelle 11). Bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass rund 13 % der Leiharbeits- kräfte auch eine schulische und 8 % eine universitäre Ausbildung absolvierten. Lediglich ein geringer Anteil von 1,3 % war in Pension (siehe Tabelle 53). Unterschiede ergeben sich dabei nach dem Ausbildungsniveau und damit zusammen- hängend nach dem Alter der LeiharbeiterInnen sowie der Art des Arbeitsvertrags: So gehen Leiharbeitskräfte mit Matura oder einem höheren Bildungsniveau häufiger einer (schulischen/universitären) Ausbildung nach oder sind in Pension, jene mit einem Lehr- abschluss dagegen seltener. Entsprechend dem höheren Bildungsniveau von jüngeren Leiharbeitskräften bis 24 Jahre finden sich auch in dieser Altersgruppe häufiger Leihar- beitskräfte, die nebenbei eine schulische oder universitäre Ausbildung absolvieren, unter Leiharbeitskräften mittleren Alters (zwischen 35 und 49 Jahren) dagegen seltener. Zusätz- lich finden sich auch entsprechend dem höheren Bildungsniveau unter den Leiharbeits- kräften mit Angestelltenstatus (siehe hierzu auch Kapitel 4) in dieser Gruppe ebenfalls deutlich häufiger Nebentätigkeiten dieser Art (35 %) als bei Leiharbeitskräften mit Arbei- terInnenstatus – insbesondere wird dabei überdurchschnittlich häufig eine universitäre Ausbildung absolviert (rund 21 %). Darüber hinaus ergeben sich auch Differenzen nach Geschlecht und Alter der Leiharbeitskräfte: Frauen besuchen überproportional häufig 10 Die Ergebnisse der Repräsentativinterviews beziehen sich immer auf ein Kalenderjahr. Dies ist bei der großen Mehrheit der Personen das Jahr 2016 (92 % der Interviews). In Einzelfällen waren die InterviewpartnerInnen nur kurze Zeiten als Leiharbeitskraft im Jahr 2016 tätig, sodass als Referenzjahr alternativ das Jahr 2015 gewählt wurde (siehe hierzu auch Kapitel 18.3).

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