Full text: Pflichtpraktikum für Handelsschulen

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Die Schülerinnen und Schüler der mittleren und höheren kaufmännischen 
Schulen (Handelsakademie, Handelsschule, Aufbaulehrgang an 
Handelsakademien) müssen nach den Bestimmungen der Lehrpläne 2014 ein 
Pflichtpraktikum in einem Unternehmen oder in einer Organisation absolvieren. 
Dieses dient der Ergänzung und Vertiefung der in den Unterrichtsgegenständen 
erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten. Neben fachlichen sollen soziale und 
personale Kompetenzen aufgebaut bzw. gestärkt und die Praktikumszeit für 
den Aufbau von beruflichen Netzwerken genutzt werden. (aus: Leitfaden zum 
„Pflichtpraktikum an kaufmännischen Schulen“, BMB, Stand Februar 2015)  
 
 
1. Einleitung 
 
Für die Schülerinnen und Schüler der Handelsschulen (HAS), der 
Handelsakademien (HAK) und des Aufbaulehrgangs an Handelsakademien 
(AUL) wurde mit den Lehrplänen 2014 ein verpflichtendes Praktikum eingeführt. 
Bereits zuvor gab es an vielen HAS Praktika im Rahmen von Schulversuchen. 
Da im Unterschied zur HAK und dem AUL alle SchülerInnen der zweiten Klasse 
HAS aufgrund der Lehrplanänderung ihr Pflichtpraktikum schon ab dem 
Schuljahr 2015/16 absolvieren mussten, bot sich diese Gruppe ideal für die 
vorliegende Forschungsarbeit, die gemeinsam vom Bundesministerium für 
Bildung und Frauen (BMB) sowie der Bildungsabteilung der AK Wien in Auftrag 
gegeben wurde, an.  
Ziel der Studie ist die wissenschaftliche Begleitung des Pflichtpraktikums an 
acht HAS mit folgenden zentralen Forschungsfragen:  
? Wie werden die Praktika an den einzelnen Schulstandorten organisiert? 
? Wie laufen sie konkret ab? 
? Welche Erfahrungen gibt es aus Sicht der LehrerInnen und SchülerInnen 
in Bezug auf die Praktika?  
Die ausgewählten Schulstandorte liegen über das ganze Bundesgebiet 
verstreut. Das wichtigste Kriterium für die Auswahl der Schulen war ein urbanes 
bzw. ein nicht urbanes Umfeld. So wurden zwei Schulen in Wien ausgewählt, je 
eine in drei Landeshauptstädten, zwei in einer Randlage und eine in der Nähe 
einer Landeshauptstadt.  
Um die besondere Dynamik, die rund um das Pflichtpraktikum entsteht, 
möglichst genau zu erfassen, besuchte ich in zeitlichen Abständen insgesamt 
vier Mal die acht verschiedenen Schulstandorte und führte dort Befragungen
        

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