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Full text: IFAM Info - 2007 Heft 3 (3)

IFAM ? Die Beratungspraxis und öffentlich bekannt gewordene Fälle zeigen, dass trotz klarer Rechte und Pflich- ten im Aufsichtsrat andere Fakto- ren als „formelle“ die Entschei- dungsfindung und die Qualität der Aufsichtsratsarbeit beeinflussen. Formale Regeln werden oftmals von gruppendynamischen Abläu- fen überlagert. Im folgenden Artikel wollen wir „einen Blick hinter die Kulissen“, also hinter die menschliche Fassade von „Schauspielern“ werfen, die ihre Rollen im Theaterstück „Der Aufsichtsrat“ eingenommen ha- ben. Der (mögliche) Inhalt des Stückes: Finde die Wahrheit. Die Rollen: Die Suchenden, die Besitzer der Wahrheit, die hohen Repräsentanten-Wächter über die Wahrheit. Einflussfaktoren auf Gruppenprozesse Die Gruppenprozesse im „Theaterstück“ werden von den persönlichen Interessen, Emotionen, Zielen, Wer- ten und Normen, Wahrnehmungen, Einstellungen, fachlichen und sozialen Fähigkeiten der Aufsichtsrats- mitglieder mitbestimmt. Ebenso beeinflusst werden sie von den Interessen und den Aufträgen, Zielen und Erwartungen jener Personengruppen deren Vertre- terInnen die Aufsichtsratsmitglieder sind. Die Rollen unseres Theaterstückes „Der Aufsichtsrat“ und die In- halte sind also bereits durch das Aktiengesetz (AktG) festgelegt. Der Fortgang des „Theaterstückes“ wird aber auch von „externen“ (außerhalb des AktG) Bedingungen beeinflusst. Dazu gehören die Vorbereitung der Sit- zung, die Art und Weise (Regie) der Durchführung der Sitzung als auch die örtlichen und zeitlichen Rahmen- bedingungen. Ebenfalls von Bedeutung sind der wirt- schaftliche Erfolg des Unternehmens und seine orga- nisationalen Rahmenbedingungen, sowie die (globa- len) wirtschaftspolitischen und sozialpolitischen Ent- wicklungen und Herausforderungen. Das „Rollenspiel“ Die Dynamik in Gruppen kann aufgrund von zugeteil- ten Rollen und Rollenerwartungen näher erklärt wer- den. Die „soziale Rolle“ stellt die Gesamtheit der einem gegebenen Status (z.B. Mutter, Vorgesetzter) zugeschriebenen „kulturellen Modell“ dar. Dazu gehö- ren insbesondere vom sozialen System abhängige Er- wartungen, Werte, Handlungsmuster und Verhaltens- weisen. Diesen Anforderungen muss sich ein „Sozia- ler Akteur“ entsprechend seiner Position stellen. Die Gruppendynamik wird weiters dadurch bestimmt, in- wieweit die RollenträgerInnen ihre Rollen erwartungs- gemäß annehmen und erfüllen oder aber auch ableh- nen bzw. schlecht spielen. Für das Training von BetriebsrätInnen im Aufsichtsrat wäre es durchaus unterstützend für diese ein wenig ihre eigenen Rollen in diesem Gremium zu überden- ken, aber auch darüber zu reflektieren, welche „Rolle“ sie den anderen Aufsichtsratsmitgliedern (bewusst oder auch unbewusst) zuteilen bzw. welche Erwartun- gen sie an diese haben. Oft sind es „falsche“ Rollen- bilder und Erwartungen die vom Wesentlichen ablen- ken und zu heiklen Entscheidungen führen können. GRUPPENDYNAMIK IM AUFSICHTSRAT – EIN BLICK HINTER DIE KULISSEN PETER HOFFMANN, AK WIEN SOZIALPOLITIK IFAM TERMINE HERBST 2007 Wahlmodule 13. November 2007 Internationale Aspekte im Aufsichtsrat 19.–20. November 2007 Umstrukturierung, Ausgliederung, Fusion Grundmodule 17.–21. September 2007 Rechte und Pflichten des Aufsichtsrats 15.–19. Oktober 2007 Wirtschaftliche Mitbestimmung 14.–16. November 2007 Die Aufsichtsratssitzung Wahlmodule 1.–3. Oktober 2007 Managementmethoden auf dem Prüfstand 29.–30. Oktober 2007 Von Zielarbeit zur Beteiligungs- Strategiekarte IFAM-Auskünfte Ines Hofmann, 01/50165-2268 Friederike Harmuth 02236/446 46/298 IFAM-Anmeldung Nicole Appinger ÖGB-Bildungsreferat 01/534 44/460
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