Full text: IFAM Info - 2011 Heft 1 (1)

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massiv gestiegen sind: 2008 haben die Dividenden-
zahlungen mit mehr als 40 Prozent ihren bisherigen 
Höhepunkt erreicht. Umso erstaunlicher erscheint, dass 
dieses hohe Niveau auch im Krisenjahr 2009 (39,7 Pro-
zent) beibehalten wurde. Zum absoluten Ausschüttungs-
kaiser im Jahr 2009 hat sich die heimische Energiewirt-
schaft gekrönt: Mit einem Betrag in der Größenordnung 
von drei Viertel der Lohn- und Gehaltssumme wurden 
die EigentümerInnen versorgt.
Gute Eigenkapitalausstattung als sicherer Hafen
Die großen und mittelgroßen österreichischen Unterneh-
men waren 2009 im Durchschnitt mit ausreichend liqui-
den Mitteln ausgestattet: Der durchschnittliche Liquidi-
tätsgrad hat sich zwar im Zeitverlauf etwas verschlech-
tert, lag allerdings 2009 mit 99,7 Prozent immer noch 
recht gut und damit knapp an der 100 Prozent Marke. 
Noch besser als die gute Zahlungsfähigkeit stellt sich 
als zweiter finanzieller Stabilitätsindikator die Eigenkapi-
talquote dar: Die österreichischen Unternehmen können 
durchwegs auf eine hervorragende, durchschnittliche 
Eigenkapitalausstattung bauen. Im Krisenjahr 2009 liegt 
die Eigenkapitalquote mit 43,0 Prozent immer noch in 
einem sehr guten Bereich. 
Magere Steuerleistung
„Steuern zahlen ist gesellschaftliche Verantwortung“, 
diesen Grundsatz beherzigen Unternehmen in  Österreich 
offensichtlich nicht: Die Ergebnisse des AK Unterneh-
mensmonitors zeigen, dass die tatsächliche Körper-
schaftssteuerleistung inakzeptal niedrig ist. Der effektive 
Ertragssteuersatz der heimischen Unternehmen liegt in 
den letzten fünf Jahren jeweils deutlich unter dem nomi-
nalen Steuersatz von 25,0 Prozent. Die absolut geringste 
Steuerleistung ist im Krisenjahr 2009 mit 17,5 Prozent 
zu beobachten. Gemessen am effektiven Steuersatz 
weisen österreichische Unternehmen auch im internati-
onalen Vergleich eine magere Steuerleistung auf. 
Fazit
Die heimischen Unternehmen haben trotz der schwie-
rigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Krise 
dank ihrer soliden Eigenkapitalausstattung gepaart mit 
ausreichender Liquidität gut überstanden. Überraschend 
stark profitierte die Gruppe der EigentümerInnen: Hohe 
Eigenkapitalrentabilitäten und großzügige Dividenden 
standen auch 2009 auf der Tagesordnung. Im Gegen-
satz dazu kämpften die Beschäftigten mit erhöhtem 
Arbeitsdruck sowie in Folge von Kurzarbeit mit Lohn- 
und Gehaltseinbußen. Von den Kündigungen waren 
besonders ZeitarbeitnehmerInnen betroffen. Mehr denn 
je müssen jetzt die Unternehmen in die Verantwortung 
genommen werden, endlich ihren Beitrag für gerechte 
Verteilung zu leisten. Die Arbeiterkammer fordert maß-
volle Ausschüttungen, das umgehende Schließen von 
Steuerschlupflöchern und für die Beschäftigten einen 
fairen Anteil an den künftigen Produktivitätszuwächsen.
IFAM-hInWeIs 
Download Langversion unter: 
http://www.arbeiterkammer.at/bilder/d136/
Unternehmensmonitor2010.pdf
Schnupperkurs für  
NeueinsteigerInnen
14.–16. März 2011
Orientierung im Aufsichtsrat
Grundmodule
7.–10. März 2011
2.–5. Mai 2011
Wirtschaftliche Mitbestimmung 
25.–27. Mai 2011
Die Aufsichtsratssitzung 
Wahlmodule
9.–10. Mai 2011
Die eigene Bilanz analysieren
11. Mai 2011
Aufsichtsrat meets Abschlussprüfer
12. Mai 2011
Wirtschaftskriminalität – eine 
Gefahr für Aufsichtsräte und 
Arbeitsplätze
23.–24. Mai 2011
Umstrukturierung, Ausgliederung, 
Fusion
14.–15. Juni 2011
Analyse von Versicherungsbilanzen
20.–21. Juni 2011
Analyse von Bankbilanzen
IFAM-Auskünfte
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IFAM terMIne FrühjAhr 2011
        

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