Full text: Flexible Arbeitszeitarrangements aus der Perspektive österreichischer ArbeitnehmerInnen (182)

20 Zeiterfassung. 4 Prozent haben eine Überstundensonderregelung und zumindest irgend- eine Form der Zeiterfassung und 1 Prozent der Vollzeitbeschäftigten haben gar keine Zeiterfassung, eine Überstundesonderregelung und zur Gänze selbstbestimmte Arbeits- zeiten. Vollzeitbeschäftigte mit vollständig selbstbestimmten Arbeitszeiten haben somit zu 41 Prozent eine Überstundensonderregelung. Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind teilweise sichtbar. So finden sich in den Gruppen mit weitgehend selbstbestimmten Arbeitszeiten weniger Frauen, dies ist dem geringeren Anteil von Frauen in Führungspositionen geschuldet. Deutlich unterscheidet sich auch die Gruppe mit fixen Arbeitszeiten und ohne Überstundensonderregelung. Nach Geschlechtern differenziert liegt der Anteil dieser Gruppe bei den Frauen bei 37 Prozent, von den Männern haben 27 Prozent ein solches Arrangement vereinbart. Etwas geringer ist dagegen der Anteil von Frauen mit fixen Arbeitszeiten, automatischer Zeitauf- zeichnung und ohne Überstundenregelung. Zusammenfassend können wir festhalten, dass nach wie vor fixe, nicht selbstbestimmte Arbeitszeiten und keine Überstundensonderreglung für mehr als die Hälfte der vollzeit- beschäftigten Frauen und Männern Realität sind. Bereits an dieser Stelle kann man also Thesen von Entgrenzung als neuer dominanter Arbeitsform und rein ergebnisorientiertem Arbeiten relativieren. Zudem wird ersichtlich, dass mit dem Grad der Arbeitszeit- autonomie auch der Anteil der Überstundensonderregelungen zunimmt. In Tabelle 15 im Anhang ist die Verteilung von Arbeitszeitarrangements nach dem Geschlecht und für Voll- und Teilzeitbeschäftigte dargestellt. In Kapitel „Unterschiedliche Nutzung(-smöglichkeiten) von selbstgesteuerten Arbeitszeiten im Kontext von Betreuungsverantwortung“ wird näher auf geschlechts- spezifische Aspekte eingegangen. ? Arbeitszeitarrangements nach der Bildung Betrachtet man den Zusammenhang von Bildung und Arbeitszeitarrangements erkennt man, dass Höherqualifizierte eindeutig mehr Arbeitszeitautonomie haben. Abbildung 3 zeigt, wie sich die Bildungsabschlüsse nach Arbeitszeitarrangements von Vollzeit- beschäftigten zusammensetzen. Unter den Vollzeitbeschäftigten mit Pflichtschul- abschluss arbeiten sowohl 40 Prozent mit fixen Arbeitszeiten, automatischer Zeiter- fassung und ohne Überstundensonderregelung und ebenso 40 Prozent mit fixen Arbeits- zeiten, ohne automatischer Zeiterfassung und ohne Überstundensonderregelung. Selbstgesteuerte Arbeitszeiten aber auch Überstundensonderregelungen sind für diese Gruppe also vergleichsweise selten. Die weiteste Verbreitung unter Vollzeitbeschäftigten mit Lehrabschluss haben fixe Arbeitszeiten, keine Überstundensonderreglung und keine automatische Zeiterfassung (32 Prozent). Dann folgen fixe Arbeitszeiten, keine Überstundensonderregelung und eine automatische Zeiterfassung (30 Prozent). In dieser Gruppe hat aber zumindest knapp ein Viertel zumindest schon teilweise selbstgesteuerte Arbeitszeiten und 8 Prozent vollständig selbstgesteuerte Arbeitszeiten.

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