Full text: Flexible Arbeitszeitarrangements aus der Perspektive österreichischer ArbeitnehmerInnen (182)

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unter 40 Stunden pro Woche. Mit zunehmendem Grad der Selbststeuerung nimmt, wie 
unschwer in Abbildung 5 zu erkennen ist, die Zahl der Arbeitsstunden zu. Aber auch bei 
keiner automatischen Zeiterfassung und keiner Überstundensonderregelung kann man 
erkennen, dass die Arbeitszeiten bei steigendem Grad der Autonomie durchwegs länger 
sind. Gleichzeitig zeigt sich, dass innerhalb der Kategorien der Selbststeuerung 
Beschäftigte mit automatischer Zeiterfassung die kürzesten Arbeitszeiten haben. Hier 
stellt die automatische Zeiterfassung vermutlich noch immer eine wirksame 
Schutzinstanz gegenüber unverhältnismäßiger Ausweitung der Arbeitszeit dar. 
Abbildung 5:  Normale Wochenarbeitsstunden in der Haupttätigkeit von unselbständig Vollzeit-
beschäftigten in Stunden pro Woche nach Arbeitszeitarrangements, 2015 
 
Quel le : Stat ist ik Aust r ia Mikrozensus -Arbei tskräfteerhebung - Ad-hoc-Modul  „Arbei tsorganisat ion und  
Arbei tszei tgestal tung“ –  Jahresdurchschni t t  2015 ,  eigene Berechnungen.  (SELBST: vol lständig  
selbstbest immte Arbei tszei ten, TEILW: tei lweise selbs tbest immte Arbei tszei ten,  FIX:  f i x  vorgegebene 
Arbei tszei ten,  ÜSR: Überstundensonderr egelung;  ZE: Zei terfassung)  
? Unbezahlte Überstunden 
Eine weitere Fragestellung bezieht sich darauf, ob bei selbstgesteuerter Arbeitszeit 
unbezahlte Überstunden üblicher sind als bei fixer. In den bivariaten Analysen werden 
ganz klar drei Aspekte ersichtlich: a) Bei automatischer Zeiterfassung ist das Ausmaß der 
unbezahlten Überstunden vergleichsweise gering, unabhängig vom Grad der Selbst-
steuerung. b) Tendenziell ist die Anzahl der unbezahlten Überstunden bei einer 
Überstundensonderregelung höher. c) Die Zahl der unbezahlten Überstunden nimmt mit 
dem Grad der Selbststeuerung zu und zwar in allen hier direkt  vergleichbaren Kategorien. 
39,8
40,7
42,6
40,6
41,9
44,0
41,4
43,8
45,5
49,0
38
40
42
44
46
48
50
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