Full text: Flexible Arbeitszeitarrangements aus der Perspektive österreichischer ArbeitnehmerInnen (182)

62 Modell 1: Einflussfaktoren auf den Besuch eines Berufskurses Welche Faktoren beeinflussen nun die Wahrscheinlichkeit der Teilnahme an beruflicher Weiterbildung? Insgesamt ist zu sagen, dass die erklärte Varianz mit einem R2 von 0.08 (Nagelkerke) eher gering ist. Weder Geschlecht noch die Frage der Teilzeitarbeit üben hier signifikanten Einfluss aus. Dies bedeutet nicht, dass es keine Unterschiede zwischen Frauen und Männern gibt, sondern dass diese durch andere Faktoren, wie z.B. Beruf, erklärt werden können. Die Fragen zur Selbststeuerung der Arbeit zeigen ebenfalls keinen signifikanten Effekt. Der Indikator zur arbeitgeberInnenseitigen Flexibilisierung liefert ein signifikantes Ergebnis, höhere arbeitgeberInnenseitige Flexibilität erhöht die Wahrscheinlichkeit, an beruflicher Bildung teilzunehmen, um 20% je Wert von 2 bis 6. Ein möglicher intervenierender Faktor könnte sein, dass vor allem wissensintensive Tätigkeiten auch stärkeren arbeitgeberInnenbezogenen Flexibilitätsanforderungen unterworfen sind. Beim Thema Bildung zeigt sich sehr deutlich, dass höhere Bildung – wie schon eingangs beschrieben – auch mit einer höheren Wahrscheinlichkeit der Teilnahme an beruflicher Weiterbildung verbunden ist. Aber auch der ausgeübte Beruf übt großen Einfluss aus. Bei Tätigkeit in einem akademischen Beruf ist die Wahrschein- lichkeit der Weiterbildung im Vergleich zu Hilfskräften als Referenzkategorie um knapp das Vierfache erhöht. TechnikerInnen und Führungskräfte haben eine um mehr als doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit einer beruflichen Bildung als Hilfskräfte. Nur Handwerksberufe unterscheiden sich nicht signifikant von der Referenzkategorie.

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