Full text: Arbeitssituation von LSBTI-Personen in Österreich

Endbericht zur Arbeitssituation von LSBTI-Personen in �sterreich Seite 27 
SORA � Institute for Social Research and Consulting 
cherte Erkenntnisse vor. Repr�sentativbefragungen sind jedoch nur m�glich, 
wenn aus einer bekannten Grundgesamtheit eine Zufallsstichprobe gezogen 
werden kann. Eine Repr�sentativit�t der Ergebnisse nach wahrscheinlichkeits-
theoretischen Kriterien kann man daher nur anstreben. Auch eine 
nachtr�gliche Gewichtung der Daten kann eine solche Repr�sentativit�t nicht 
herstellen. Es kann z.B. nicht per se davon ausgegangen werden, dass 
gleichgeschlechtliche Orientierungen in der Bev�lkerung gleich verteilt sind. 
Es gilt z.B. als gesichert, dass es Schwule, Lesben, Trans*- und Intersex-
Personen schon in jungen Jahren deutlich h�ufiger in st�dtische Regionen 
zieht (Landflucht) und sie dies oftmals mit h�heren Bildungsabschl�ssen ver-
kn�pfen (vgl. Hutter / Koch / Lautmann 2000). Entsprechend anders gestaltet 
sich auch ihre Berufssozialisation, wodurch sie sich von sonstigen Besch�ftig-
ten potenziell stark unterscheiden was beruflichen Status, Einkommen, 
Wohnregion, Branche usw. betrifft (vgl. dazu auch Dannecker / Reiche 1974; 
Ziellich 1993; Vaskovics 2000). 
Um dennoch fundierte Ergebnisse zu erzielen, war bei der Auswahl der Be-
fragten besondere Sorgfalt geboten. Da eine Repr�sentativit�t der Ergebnisse 
nach wahrscheinlichkeitstheoretischen Kriterien nicht gew�hrleistet werden 
konnte, richtete SORA den Fokus auf umfassende Bem�hungen bei der 
Stichprobengewinnung und der Erschlie�ung von Feldzug�ngen, um systema-
tisch verzerrende Fehler bei der Gewinnung der Untersuchungspersonen f�r 
die Stichprobe m�glichst zu vermeiden. Durch eine gro�e Vielfalt der Zu-
gangswege zu den Befragten wurde versucht, m�gliche Selektionseffekte und 
systematische Verzerrungen zu neutralisieren oder zumindest zu reduzieren. 
Dennoch handelt es sich bei dieser Art des Feldzugangs um keine Zufalls-
stichprobe, sondern um ein �Convenience Sample�5. 
Zentraler Dreh- und Angelpunkt der Studie war die umfassende Rekrutierung 
von Personen der Zielgruppe(n), also die m�glichst umfangreiche Information 
�ber die Befragung. Diese begann schon im Vorfeld und wurde w�hrend der 
gesamten Befragungszeit kontinuierlich weitergef�hrt. Hierbei kamen vier Zu-
g�nge zum Tragen: 
(1) Die Befragung wurde auf der Homepage von SORA und auf Webseiten 
und Medien der Arbeiterkammer bereits im Vorfeld und dann auch f�r die 
Laufzeit der Befragung angek�ndigt und verlinkt. Zudem wurde die Befra-
gung in einer APA-Meldung durch die Auftraggeberin angek�ndigt. Weiters 
gelang es, die Ank�ndigung der Befragung auch in auftraggebernahen 
Zeitschriften mit einer gro�en Reichweite zu lancieren. Auch in Gewerk-
                                               
5
 Ein �Convenience Sample� ist im Gegensatz zum �Random Sample� (Zufallsstichprobe) eine Stichprobe, die nicht 
per Zufallsprinzip gebildet wurde. Ausgew�hlt werden jene Personen, die �leicht� erreichbar sind, beispielsweise 
Leser*innen von Zeitschriften bzw. Nutzer*innen bestimmter Internetseiten.
        

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