Full text: Arbeitssituation von LSBTI-Personen in Österreich

Endbericht zur Arbeitssituation von LSBTI-Personen in �sterreich Seite 5 
SORA � Institute for Social Research and Consulting 
Glossar 
LSBTI Mit der Abk�rzung �LSBTI� werden jene Personengruppen zu-
sammengefasst, die die Zielgruppe der Studie ausmachen: 
lesbische Frauen, schwule M�nner, bi-sexuelle Frauen und M�n-
ner, Trans*Personen und intersexuelle Menschen. 
Sexuelle  
Orientierung 
Die sexuelle Orientierung beschreibt das emotionale, romantische 
und/oder sexuelle Begehren einer Person hinsichtlich des Ge-
schlechts des Gegen�bers. Bei gleichgeschlechtlich orientierten 
Menschen bezieht sich das Begehren z.B. auf Personen des glei-
chen Geschlechts. 
Geschlechtsidentit�t Die Geschlechtsidentit�t beschreibt die subjektive geschlechtliche 
Zugeh�rigkeit (als Frau oder Mann), die sich entweder mit dem 
biologischen Geschlecht deckt (�cis-sexuell� bzw. �-ident�) oder 
gegenl�ufig sein kann (�trans*sexuell� bzw. �-ident�). 
Trans* �Trans*� wird als Schreibweise f�r transsexuelle/transidente und 
transgender Personen verwendet. Das * dient als Platzhalter f�r 
weitere Selbstbezeichnungen in Hinblick auf die �berschreitung 
von Geschlechtergrenzen. 
intersexuell Der Begriff der Intersexualit�t stammt aus der Medizin und be-
zeichnet Menschen, die aufgrund ihrer k�rperlichen Eigenheiten 
nicht eindeutig dem m�nnlichen oder weiblichen Geschlecht zu-
geordnet werden k�nnen. 
queer Ehemals stark negativ konnotierte Bezeichnung f�r Personen, die 
von der Norm abweichen bzw. Schimpfwort f�r Schwule. Heute 
ein �bergreifender Begriff f�r alle Kategorien sexueller Orientie-
rungen und Identit�ten, die von Heteronormativit�t abweichen. 
Heteronormativit�t/ 
Heterosexismus 
Heteronormativit�t und Heterosexismus bedeuten, dass Hetero-
sexualit�t und eine starre Geschlechtereinteilung in �Mann� und 
�Frau� als Normalit�t und einzige akzeptierte Form der Sexualit�t 
gesehen wird. Mit Heterosexismus bezeichnet man konkrete 
Praktiken, die LSBTI-Personen als �unnormal� abwerten. Hetero-
normativit�t beschreibt ein gesellschaftliches Ordnungsprinzip, 
das sich z.B. in Gesetzen niederschl�gt, und das heterosexuelle 
Lebensweisen und heterosexuelle Personen als Norm ansieht 
und bevorzugt. 
Passing Englisch f�r �als jemand/etwas durchgehen�. Z.B. wenn Personen 
mit gleichgeschlechtlicher Orientierung als heterosexuell wahrge-
nommen werden. Im Trans*-Kontext meint Passing, dass 
Trans*Personen im eigentlichen Geschlecht, das nicht ihrem 
biologischen entspricht, erkannt und behandelt werden. 
 
Schreibweise 
Im Endbericht wurde versucht, auf eine geschlechtssensible Sprache zu ach-
ten. Durch neutrale Formulierungen (wie z.B. �Besch�ftigte� oder �Befragte�) 
und Bezeichnungen, die das sogenannte �Gender-Sternchen� beinhalten (z.B. 
�Arbeitnehmer*innen�), soll ein m�glichst geschlechtsneutraler und inklusiver 
Sprachgebrauch erzielt werden. Das *-Sternchen soll die Vielfalt m�glicher 
Geschlechtsidentit�ten in der Befragtengruppe verdeutlichen und neben Frau-
en und M�nnern auch Trans* und intersexuelle Personen sowie Menschen 
unterschiedlichster Geschlechtsidentit�ten mit einbeziehen.
        

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