Full text: ÖV-Erreichbarkeit großer Arbeitsplatzstandorte in Österreich (67)

VORWORT Die AK setzt sich bereits seit vielen Jahren daf�r sein, dass ihre Mitglieder m�glichst sicher, kosteng�nstig, entspannt und klimafreundlich in die Arbeit gelangen. Die H�lfte der Besch�f- tigten in �sterreich hat einen Arbeitsweg, der pro Richtung mehr als zehn Kilometer lang ist und der l�nger als 20 Minuten dauert. Ein Viertel muss sogar mehr als eine Stunde f�r den Weg in die Arbeit aufwenden. Das sind in Summe pro Werktag rund 144 Millionen Personen- kilometer, die zu 70 Prozent mit dem Pkw zur�ckgelegt werden. Dies verursacht gut ein Viertel der CO2-Emissionen des gesamten Personenverkehrs in �sterreich. Angesichts von Klima- krise und steigender Treibstoffpreise muss es hier zu einer radikalen Wende kommen. Bisher wurde viel �ber den Ausbau der �ffentlichen Verkehrsmittel und eine gerechtere Aus- gestaltung des Pendlerpauschales diskutiert; das sind auch Forderungen der AK. Durch die Einf�hrung der verschiedenen Klimatickets ist �ffi-Fahren �berdies relativ preisg�nstig gewor- den. Wenig beachtet wurde bislang die entscheidende Rolle, die Unternehmen bei der um- weltgerechten Anreise ihrer Besch�ftigten und Kund:innen spielen. Denn Betriebe k�nnen sich ihren Standort aussuchen (die Besch�ftigen aber nicht) und entscheiden damit �ber die M�g- lichkeiten, wie Arbeitnehmer:innen und Kund:innen zu ihnen gelangen k�nnen. Gab es fr�her zahlreiche Werksbusse, so haben viele Unternehmen diese Verantwortung abgegeben und sich auf die Motorisierung ihrer Besch�ftigten verlassen. Angesichts von Arbeitskr�ftemangel und Klimakrise sollten sich Firmen wieder verst�rkt um die Arbeitswege ihrer Belegschaft zu k�mmern. Betriebliches Mobilit�tsmanagement ist ein Gebot der Stunde! Die AK fordert, dass Firmen mit mehr als 50 Besch�ftigten zu einem betrieblichen Mobilit�tsmanagement verpflich- tet werden. Unternehmen sollten daf�r sorgen, dass sie f�r ihre Kund:innen und ihre Beleg- schaft umweltschonend erreichbar sind. Um hier faktenbasiert argumentieren zu k�nnen, hat die AK Wien beim Institut f�r Raumpla- nung (�IR) eine Untersuchung �ber die �ffi-Anbindung der Arbeitspl�tze in �sterreich in Auf- trag gegeben. Das Resultat ist eine interaktive Landkarte, auf der f�r alle Standorte mit mehr als 50 Arbeitspl�tzen die Qualit�t der Versorgung mit �ffentlichen Verkehrsmitteln in Form von �V-G�teklassen (A bis G) eingezeichnet ist. Diese neuartige Landkarte kann einerseits dazu genutzt werden, Betriebsstandorte mit schlechter �ffi-Anbindung zu identifizieren, um dort ent- scheidende Verbesserungen einzufordern. Auf der anderen Seite sollte eine gute Versorgung mit �ffentlichen Verkehrsmitteln zum Anlass genommen werden, durch geeignete Ma�nahmen (z.B. in dem Unternehmen das Klimaticket als steuerfreies Jobticket anbieten, Radabstell- pl�tze und Duschen errichten) mehr Besch�ftigte zum Umstieg auf �ffentliche Verkehrsmittel oder auf andere umweltschonende Mobilit�tsarten zu motivieren.

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