Full text: Arbeit & Wirtschaft - 1926 Heft 10 (10)

407 ARBEIT UND WIRTSCHAFT 408
Franz Arthold, Anna Boschek, Franz Domes, Anton Hue-
ber, Oskar Janitzki, Cilly Lippa, Dr. Ludwig Mayer,
Thomas Mrkwicka, Karl Mühlberger, Theodor Meißner,
Adolf Pech, Karl Pick, Richard Seidel, Eduard Straas,
Josef Tomschik, Adolf Weigelt, Karl Weigl, Julius Zipper,
Josef Zitko. Ersatzmänner sind: Karl Bohrer, Franz Bolo-
gnato, Adolf Eisler, Johann Smeykal. Dem engeren Ver¬
waltungsausschuß gehören an: Boschek. Domes, Hueber,
Huppert, Meißner, Mrkwicka, Pick, Weigl, Tomschik,
Mühlberger, Weiß. Mitglieder der Kontrolle sind: Stephan
Huppert, Adolf Pech, Julius Weiß, Josef Wessely; Ersatz¬
männer: Karl Hohenberg, Friedrich Schubert. Als Schrift¬
führer bei den Sitzungen fungieren die Genossen Straas
und Svitanics.
Im Reichssekretariat der Gewerkschaftskommission
herrschte das ganze Jahr hindurch reges Leben. Alle
Kräfte waren angespannt, um die ihnen gestellten Aufgaben
zu erfüllen. Besonders stark war der Parteienverkehr in
Rechtsfragen, dann Vorsprache und Auskunfterteilung an
Arbeitslose. In Graz wurde in der Person des Genossen
M a t z n e r ein neuer Landessekretär bestellt.
An Posteinläufen waren im Berichtsjahre 3492 Stücke
zu verzeichnen, an Absendungen 5263. Rundschreiben
wurden 28 versendet.
9. Kassengebarung der Gewerkschafts¬
kommission
Wie bereits im vorjährigen Tätigkeitsbericht mitgeteilt,
ist mit Beginn des Jahres 1925 der erhöhte Kommissions¬
beitrag in Kraft getreten. Die Gesamteinnahmen betrugen
S 217.122-42, die Gesamtausgaben S 185.629-15, so daß mit
Ende 1925 ein Saldo von S 31.593*42 verbleibt. Über die
Finanzgebarung der Gewerkschaftskommission gibt nach¬
stehende Zusammenstellung Aufklärung:
Einnahmen: Schilling
Kommissionsbeiträge 149.276*67
Broschüren, Protokolle usw 2.289*83
Rückzahlungen 578*41
Zinsen 24.21051
Fremde Fonds 1.648'45
Kommissionsverlag 6.141*72
Diverse 32.976*78
Zusammen . . . 217.122*42
Ausgaben:
Organisation und Agitation 14.591*68
Druckkosten, Broschüren 3.452*65
Landessekretariate 12.346*—
Landesvertrauensmänner 14.566'—
Reichssekretariat 67.942*26
Porto und Kanzleibedürfnisse 7.984*62
Kranken- und Pensionsversicherung 4.487*29
Einkommensteuer 2.628*29
Inventar und Instandhaltung 4.953*86
Beiträge an den Internationalen Gewerkschafts¬
bund Amsterdam 26.653*49
„Arbeit und Wirtschaft" (Darlehen) 7.400*24
Manipulationsgebühren, Bankspesen usw. . . . 2.440*15
Kommissionsverlag 4.277*—
Rückzahlungen 2.066*27
Fremde Fonds 956*70
Diverse 8.882*55
Zusammen . . . 185.629*15
Saldo am 31. Dezember 1925 . . . 31.593*27
217.122*42
Zu diesem Kassenbericht wäre noch zu bemerken, daß
die Gewerkschaftskommission im Jahre 1924 zur Deckung
des Defizits S 2066*67 aufnehmen mußte. Dieser Betrag er¬
scheint in der Rechnung für das Jahr 1925 als rückgezahlt.
Natürlich hat die Gewerkschaftskommission bei Streiks
wiederum nicht nur moralisch, sondern auch materiell mit¬
gewirkt. Über die Bewegung auf dem Streikfondskonto
gibt nachstehende Zusammenstellung Aufschluß:
Streikgelder:
Einnahmen: Schilling
An Darlehen 24.000"—
Für Donawitz 10.000*-
Für Dänemark . 23.728*86
Zusammen . . . 57.728*86
Ausgaben:
An Darlehen 24.000"—
Für Donawitz 10.000'—
Für Dänemark . 23.728'86
Zusammen . . . 57.728'86
Das Konto soziale Fürsorge wird durch regelmäßige Bei¬
träge gespeist. Über Einnahmen und Ausgaben auf diesem
Konto gibt tieferstehende Zusammenstellung Aufschluß:
Soziale Fürsorge:
Einnahmen: Schilling
An Überweisungen 18.497'41
Saldo von 1924 . 2.65Q-40
Zusammen . . . 21.147'81
Ausgaben:
An Überweisungen 12.644-77
Saldo Ende 1925 . 8.503-Q4
Zusammen . . 21.147'81
Harter Fonds.
Einnahmen:
An Sammelgeldern 13.710-85
An Zinsen . 9.386-40
Zusammen . . 23.097-25
Saldo von 1924 . 98.729-81
Insgesamt . . 121.827-06
Ausgaben:
An Witwen- und Waisenunterstützung 14.700-—
Zuschuß zum Grabdenkmal der Bergarbeiter . . 1.000-—
Bankspesen . 1.098-30
Zusammen . . 16.798-30
Saldo am 31. Dezember 1925 . 105.028-76
Insgesamt . . 121.827'06
Dieser Fonds wird von der Gewerkschaftskommission
im eigenen Wirkungskreis verwaltet, jedoch das Zinsen¬
erträgnis sowohl des Fonds der Gewerkschaftskommission
als auch des Schürffonds zur Unterstützung der Hinter¬
bliebenen verwendet. Mit Rücksicht auf die Ermäßigung
des Zinsfußes reichen jedoch, wie ersichtlich, die Zinsen
nicht hin, um die Unterstützungen der Witwen zu decken,
weshalb die Differenz vom Kapitalsbestand abgehoben
werden mußte.
10. Kontrollbericht
Die Kommissionskontrolle hat die Bücher und Belege der
hier angeführten Fonds wiederholt geprüft, Kassenskon-
trierungen 'vorgenommen und jederzeit alles in bester Ord¬
nung befunden.
Für die Kontrolle:
Adolf Pech, Stephan Huppert, Julius Weiß, Josef Wessely
*
Aus den vorliegenden Darlegungen über die Tätigkeit
der Kommission ist zu ersehen, ob die Gewerkschaftskom¬
mission und ihr Büro der auferlegten Pflicht nachgekom¬
men ist. Zum Schluß sei noch Dank gesagt den Verbänden
und den sechs Landeskommissionen, mit denen einver¬
nehmlich und kameradschaftlich gearbeitet worden ist, so¬
wie endlich all den Hunderten und Tausenden von unge¬
nannten eifrigen Mitarbeitern an der gemeinsamen Sache.
Für die Gewerkschaftskommission Österreichs:
Anton Hueber. Johann Schorsch,
Vorsitzender Sekretär
        

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