Full text: Arbeit & Wirtschaft - 1973 Heft 02 (02)

In diesem Heft
finden
Der
Strom
wird
knapp
Seite 8
In unserer Titelgeschichte braucht der Wirt¬
schaftsjournalist Franz Summer den Teu¬
fel „Energiekrise" gar nicht erst an die
Wand zu malen, denn diese Energiekrise
ist schon leibhaftige Tatsache. Selbst das
Land der unbegrenzten Möglichkeiten muß
Notstandspläne für den Fall des Zusam¬
menbruches der Energieversorgung aus¬
arbeiten. Dabei steht in den Vereinigten
Staaten schon eine Reihe von Kernkraft¬
werken in Betrieb, während der erste öster¬
reichische Atomstrom erst in drei Jahren
fließen wird. Summer untersucht die Lage
der Stromversorgung und faßt auch das
heiße Eisen der Organisation der öster¬
reichischen Elektrizitätswirtschaft an.
Die
große
Fusion
Seite 5
Der Autor unse¬
res Leitartikels,
Metallarbeiter¬
zentralsekretär
Sepp Wille, woll¬
te eigentlich sei¬
nen Beitrag „Die größte Fusion" genannt
wissen, war aber nicht gekränkt, als die
Redaktion daraus eine „große" machte.
Immerhin bestimmt der Zusammenschluß
der vier großen Eisen- und Stahlerzeuger
die wirtschaftliche Existenz von 76.000 Mit¬
arbeitern. (Nur die Eisenbahnen haben
mehr.) Als ehemaliges Mitglied des Auf¬
sichtsrates der ÖIAG — er legte dieses
Mandat zurück, als er Abgeordneter wurde
— weiß Wille, daß es nicht leicht sein wird,
den neuen österreichischen Wirtschafts¬
riesen, der selbst im Weltmaßstab gar nicht
klein ist, in eine erfolgreiche Zukunft zu
führen.
*
Ziele der Kunsterziehung
in der Erwachsenenbildung
Seite 15
Mit vielen verbreiteten Ansichten über
Kunsterziehung geht Robert Schmitt, der
Leiter der Gesellschaft der Kunstfreunde,
scharf ins Gericht und fordert damit zu
sicherlich fruchtbarem Widerspruch heraus.
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am
Die Arbeiter wollten Österreich
verteidigen
Seite 24
Österreichs Arbeiter haßten den Stände¬
staat, die rotweißrote Abart des Faschis¬
mus. Sie haßten den Bundeskanzler
Schuschnigg, der Justizminister war, als die
Sieger im Bürgerkrieg vom Feber 1934
keine Gnade kannten. Dennoch waren die
Arbeiter bereit, die Heimat zu verteidigen,
als sich der braune Faschismus 1938 an¬
schickte, den „zweiten deutschen Staat" zu
verschlingen. Der Publizist Josef Hindels
schildert eindringlich, wie die Arbeiter ihren
Haß überwanden, aber Schuschnigg die hi¬
storische Gelegenheit der Versöhnung ver¬
säumte. Im Mittelpunkt der Schilderung
steht die Floridsdorfer Konferenz vom
7. März 1938, bei der Friedrich Hillegeist
prophezeite, daß die Herrschaft Hitlers bei¬
spiellosen Terror und den Zweiten Welt¬
krieg bringen werde.
Mehr
Schutz
vor |
Kredithaien
Seite 44
Geldfachmann Gustav Raab zeigt auf, wie
manche Kreditvermittler, Finanzagenturen
und Umschuldungsbüros ihre unerfahrenen
Kunden ums Ohr hauen. Mit „5,4% Kredit¬
zinsen im Jahr" wird geworben, aber
20% Gesamtbelastung im Jahr sind der
Mühlstein um den Hals der ahnungslosen
Opfer.
Gewerkschafter für Europa
Seite 48
Warum eine neue europäische Gewerk¬
schaftsinternationale gegründet werden
mußte, legt der leitende ÖGB-Sekretär
Alfred Ströer in einem AW-Gespräch dar.
Den multinationalen Wirtschaftskonzernen
muß als Gegenmacht die internationale So¬
lidarität der Gewerkschaften gegenüber¬
stehen, sollen die wirtschaftlichen und so¬
zialen Interessen der arbeitenden Men¬
schen auch im „größeren Europa" gewahrt
werden.
Japanischer Bilderbogen
Seite 57
Die Erfolge der japanischen Wirtschaft sind
kein unbegreifliches Wunder, sondern das
Ergebnis harter, zielstrebiger Arbeit, wobei
allerdings trotz hohen Lebensstandards
manches — zum Beispiel die Sozialversi¬
cherung — lange Zeit vernachlässigt wurde.
ÖGB-Volkswirtschaftsreferent Thomas Lachs
nützte einen Studienaufenthalt in Japan gut
und brachte eine Menge an Eindrücken,
aber auch an kritischen Beobachtungen mit.
-
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