Full text: Arbeit & Wirtschaft - 1978 Heft 07-08 (07-08)

In diesem Heft
finden Sie
Fußball und Politik Seite 2
Nicht in ein Land fahren, in dem ein
faschistisches Regime herrscht, das
war die Ansicht so manches Betrach¬
ters der politischen Szene, als sich
Österreichs Fußballspieler zur Welt¬
meisterschaft qualifizierten. Wenn vor
fünf Jahrzehnten Italiens Fußballspie¬
ler im Wiener Stadion den Faschisten¬
gruß zeigten (ob gewollt oder nicht,
soll dahingestellt bleiben), pfiffen die
Zuschauer vor Empörung.
Die Entscheidung, trotz des faschisti¬
schen Regimes nach Argentinien zu
fahren, war aber sicherlich richtig.
Noch nie hat die so unendlich wert¬
volle internationale Interessengemein¬
schaft »Amnesty International« eine
solch weltweite Gelegenheit gehabt,
ihre Ansichten darzulegen, wie jetzt.
Und das zählt mehr als ein Sieg im
Fußballspiel.
Die Buchstaben haben gesiegt,
ging der Sinn verloren? Seite 7
Es ist zu befürchten, daß bei einer
solchen Auslegung, um die es sich in
diesem Fall handelt, ein Großteil von
dem verlorengeht, was der Gesetz¬
geber mit der Fassung des §105 des
Arbeitsverfassungsgesetzes bezweckt
hat. Dr. Bernhard Schwarz (Wiener Ar¬
beiterkammer) ist der Ansicht, daß
eine neuerliche Novellierung des Ar¬
beitsverfassungsgesetzes notwendig ist,
um Fälle, wie hier beschrieben, zu ver¬
meiden.
Aktuelle
Fragen
der Industrie¬
politik
Seite 9
In der ersten Hälfte der siebziger Jahre
gab es eine hohe wirtschaftliche
Wachstumsrate in Österreich. Jetzt ist
mit einer Abschwächung zu rechnen.
Die Schwächung des industriellen
Wachstums ist aber nicht auf Öster¬
reich beschränkt. Diese Schwäche ist
ein Kennzeichen der wirtschaftlichen
Lage in allen Industrieländern. Wie die
Chancen der österreichischen Indu¬
strie in der Zukunft liegen, welche
Strukturveränderungen notwendig sein
werden, wird »Arbeit & Wirtschaft« im
Septemberheft bringen.
Technologi¬
sche Arbeits¬
losigkeit in
den Vereinig¬
ten Staaten
Seite 12
An 6% Arbeitslosigkeit - eine für Öster¬
reich unvorstellbar hohe Zahl — ist man
in den USA seit Jahren gewöhnt. Über
die Ursache dieser hohen Arbeitslosen¬
rate berichtet Horst Brand aus Washing¬
ton. In einem weiteren Artikel wird er
darlegen, was amerikanische Politiker
gegen die hohe Arbeitslosigkeit unter¬
nehmen wollen.
Die Arzneimittelpolitik
des Hauptverbandes der
österreichischen Sozial¬
versicherungsträger Seite 16
Umfassende Maßnahmen, wie sie der
Hauptverband der österreichischen
Sozialversicherungsträger jüngst auf
dem Heilmittelmarkt durchgeführt hat,
haben die Interessenvertreter aller be¬
troffenen Gruppen auf den Plan gerufen,
um für die von ihnen Vertretenen Aus¬
nahmeregelungen, Begünstigungen
oder Vorteile zu erreichen. Das hier in
dem Beitrag von Robert Brooks dar¬
gestellte Konzept kann aber nur dann
erfolgversprechend und für die Bei¬
tragszahler der Sozialversicherungsträ¬
ger wirksam realisiert werden, wenn
erwartbarer Opportunismus sowie Grup¬
peninteressen hinter die legitimen An¬
träge der Versichertengemeinschaft zu¬
rücktreten.
Wie
steht es um
Österreichs
Umwelt?
Seite 28
95 Prozent der offiziellen Mülldeponien
Österreichs entsprechen nicht den Er¬
fordernissen des Umweltschutzes. Das
stellt Dr. Werner Katzmann - ein inter¬
national anerkannter Wissenschafter -
fest. Seiner Ansicht nach sollte ein
Umweltministerium zumindest alle Ent¬
sorgungskompetenzen erhalten, also
Einfluß nehmen können auf Abgase,
Abwässer, Lärm, Müll und Abfall.
t
:
Ein
schwedisches
Experiment
Seite 36
Kommt man in einen schwedischen
Betrieb, so wird einem mit einiger¬
maßen Stolz eine Abteilung gezeigt,
in der der Arbeitsablauf human gestal¬
tet ist. Bleibt das aber weiterhin nur
ein winziger Teil der Produktion, oder
wird sich diese Art der Arbeitsgestal¬
tung in Zukunft durchsetzen?
Nach wie vor keine Belebung
Seite 39
In Österreich ist die Beschäftigten¬
situation noch immer verhältnismäßig
günstig. Verhältnismäßig deswegen,
weil die Daten des ersten Guartals zwar
eine weitere Steigerung der Beschäftig¬
tenzahlen gebracht haben, doch eine
Aufschlüsselung zeigt, daß der Be¬
schäftigtenzuwachs nur auf bestimmte
Branchen beschränkt war.
Umweltschutz
gegen
Arbeitsplätze
Seite 56
Harte Auseinandersetzungen um die
Frage, ob der Umweltschutz oder die
Arbeitsplätze Vorrang haben sollen,
gibt es seit Jahren im amerikanischen
Bundesstaat Kalifornien. Wie es darum
steht, berichtet Professor Charles
A. Gulick, ein Amerikaner, der sich mit
seinem Werk »Von Habsburg zu Hitler«
große Verdienste um Österreichs Ge¬
schichtsschreibung erworben hat.
Die franzö¬
sischen
Gewerk¬
schaften
»damals«
und heute
Seite 46
Warum es vor zehn Jahren in Frank¬
reich zu einer Streikbewegung kam, in
der an die zehn Millionen Arbeitnehmer
beteiligt waren, ist bis heute nicht rest¬
los ergründet. Wo stehen Frankreichs
Gewerkschaften heute? Christian Pil¬
ler, ein Österreicher, der sich bei einem
längeren Studienaufenthalt gründlich
mit den französischen Gewerkschaften
beschäftigte, ist sicher imstande, diese
Frage zu beantworten.
r
7/8/78 tirhril Wirtschaft 1
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.