Full text: Arbeit & Wirtschaft - 1985 Heft 01 (01)

Manhtmmühtalleswissen... Animation (von lateinisch ani- matio = das Beleben): Belebung, Beseelung, Lebhaftigkeit, Munter¬ keit; in der Filmtechnik: Verfahren, das unbelebten Objekten im Trick¬ film Bewegung verleiht. (Seite 33) Audiometrie (zu lateinisch au- dire = hören; metron = Maß): Prü¬ fung des Gehörs mit Hörmeßgerä¬ ten. (Seite 37) AUVA = Allgemeine Unfallversi¬ cherungsanstalt. (Seite 36) Biomasse: Die gesamte durch Tier und Pflanze anfallende orga¬ nische Substanz. (Seite 41) Club of Rome (sprich: klab ow roum), benannt nach dem Grün¬ dungsort (1968). Eine lockere Ver¬ bindung von Wissenschaftlern, In¬ dustriellen und Wirtschaftern aus aller Welt, die versuchen, mit Hilfe eines konstruierten »Weltmo¬ dells« die Wechselwirkungen von Erdbevölkerung, Rohstoffreser¬ ven, Industrialisierung, Umwelt¬ verschmutzung usw. durchschau¬ bar zu machen, um so ein Instru¬ mentarium für anstehende politi¬ sche Entscheidungen vorzuberei¬ ten. (Seite 34) demographisch (zu griechisch demos = Volk; graphein = schrei¬ ben): wirtschafts- und sozialpoliti¬ sche Bevölkerungsbewegungen betreffend. (Seite 28) Demoskopie (zu griechisch demos = Volk; skopein = schau¬ en): Meinungsforschung; Umfra¬ geerhebungen zu bestimmten Einzelfragen politischer, wirt¬ schaftlicher, kultureller und ande¬ rer Art. (Seite 31) Emission (von lateinisch emis- sio = das Herauslassen, das Ent¬ senden): Der Begriff Emission be¬ schreibt den Übertritt luftverun¬ reinigender Bestandteile in die of¬ fene Atmosphäre. Der Ort des Übertrittes heißt Quelle oder Emit¬ tent (VDI-Richtlinien). Der Begriff E. wird über die Definition hinaus¬ gehend auch als allgemeine Be¬ nennung für die übertretenden luftverunreinigenden Stoffe selbst benutzt. - Ausgabe neuer Anlei¬ hen oder Wertpapiere. (Seite 14 u. f.) emotional (zu französisch emo¬ tion = Aufregung, Rührung): ge¬ fühlsmäßig. (Seite 31) energetisch (von griechisch energetikös = wirksam, kräftig): die Energie betreffend, auf ihr be¬ ruhend. (Seite 39) Facetten (französisch facette = kleine Seitenfläche; schräg ge¬ schliffene Glaskante): eine Vielfalt von Nuancen, Schattierungen; durch Schleifen entstandene klei¬ ne, eckige Fläche an Edelsteinen, auch an Körpern aus Glas und Me¬ tall. Schräger Rand des Klischees zum Befestigen auf der Druck¬ unterlage. (Seite 34) florieren (von lateinisch florere = blühen, glänzen, prangen): sich günstig entwickeln, gedeihen, blühen. (Seite 22) Sigmund Freud (1856-1939), Nervenarzt in Wien, seit 1902 auch a. o. Professor der Psychiatrie in Wien. Emigrierte 1938 nach Eng¬ land. Begründer der Psychoanaly¬ se, die in ihrem Kern eine Methode zur Behandlung von Seelenstö¬ rungen darstellt. Als bedeutendste Leistung gilt die Entdeckung des Unbewußten und der darin herr¬ schenden Gesetzmäßigkeiten. Die Theorien haben nach anfängli¬ chen Anfeindungen (besonders wegen der Libido- und Sexual¬ theorien), weltweite Anerkennung gefunden. (Seite 31) inexistent (lateinisch in = nicht; exsistere = ins Leben treten): nicht vorhanden, nicht bestehend. Ge¬ gensatz: existent (vorhanden, wirklich, existierend). (Seite 4) Informatik: ein Wissenschafts¬ zweig, der in den angelsächsi¬ schen Ländern als Computer Science (Computerwissenschaft) bekannt ist. Man versteht darunter eine Reihe von wissenschaftlichen Disziplinen mathematisch-logi¬ scher Natur, die mit der techni¬ schen Entwicklung auf dem Ge¬ biet der Informationsverarbeitung entstanden sind. (Seite 34 u. 35) Integration (von lateinisch inte- grare = ergänzen, wiederherstel¬ len): Bildung und innere Stärkung der gesellschaftlichen Einheit, Einordnung in ein Ganzes, Verei¬ nigung, Zusammenschluß, Ver¬ bindung. (Seite 31) KAPOVAZ = kapazitätsorien- tierte variable Arbeitszeit. Bei die¬ ser Arbeitszeitform wird die Ar¬ beitszeit im betreffenden Fall da¬ nach festgelegt, wie der Arbeitsan¬ fall gegeben ist. Der Arbeitgeber behält sich bei der KAPOVAZ aus¬ drücklich das Recht vor, den Arbeitnehmer nur dann zur Ar¬ beitsleistung heranzuziehen und diese auch nur dann zu bezahlen, wenn eine bestimmte Arbeit zu er¬ ledigen ist. (Seite 30) Kolloquim (lateinisch collo- quium = Gespräch): das wissen¬ schaftliche Gespräch; mündliche Vorprüfung an Universitäten, Be¬ ratung über spezielle Probleme. (Seite 36) Konsolidierung (von lateinisch consolidare = festmachen, si¬ chern): Sicherung, Festigung - Vereinigung (von mehreren Staatsanleihen). (Seite 19) kontinuierlich (zu lateinisch continuare = fortsetzen): ununter¬ brochen, fortlaufend, stetig, zusam¬ menhängend, beständig. (Seite 18) Konzeption (lateinisch concep- tio = Empfängnis, Abfassung juri¬ stischer Formeln): Auffassung, Abfassung, Entwurf (eines Wer¬ kes), schöpferischer Einfall; Emp¬ fängnis, Befruchtung; Planen, Be¬ greifen. (Seite 20) Paradoxon (zu griechisch para = gegen; doxa = Meinung): eine scheinbar zugleich wahre und fal¬ sche Aussage. (Seite 40) pluralistisch (zu lateinisch plu- ralis = zu mehreren gehörig, Mehrzahl): Nebeneinanderbeste¬ hen, sei es verschiedener Lehr¬ meinungen, Weltanschauungen, Interessen oder sozialer Gruppen in der Gesellschaft. (Seite 12) Quintessenz (lateinisch quinta essentia = die fünfte Seiende); Ur¬ sprünglich das den vier sichtbaren natürlichen Elementen hinzu¬ kommende fünfte Element (nach der Lehre Aristoteles und der Py- thagoreer), eines feinsten unsicht¬ baren Luft- oder Ätherstoffs. Im Sprachgebrauch: Wesen einer Sache, Kern, Auszug, Hauptinhalt, Endergebnis. (Seite 31) restriktiv (zu lateinisch restrin- gere = zurückziehen, beschrän¬ ken): einschränkend, einengend. Gegensatz: extensiv (ausdehnend; umfassend). (Seite 24) Theodor Siebs (1862-1941), deutscher Germanist; Professor der deutschen Sprache und Lite¬ ratur 1890 in Greifswald und 1902 in Breslau. Für die Entwicklung der deutschen Sprache gewann er dadurch Bedeutung, daß er durch Verhandlungen zwischen Vertre¬ tern der Wissenschaft, des Deut¬ schen Bühnenvereins und deut¬ scher Bühnenangehöriger eine Regelung und Feststellung der deutschen Bühnensprache veran- laßte und dadurch für die Aus¬ sprache des Sprech- und Ge¬ sangsvortrags das Werk: »Deut¬ sche Bühnensprache« (1898) schuf. (Seite 36) Simulation (zu lateinisch simu- latio = Nachahmung, falscher Schein): Nachahmung, Vorstel¬ lung, Vortäuschung (von Krank¬ heiten). (Seite 30) situativ (zu lateinisch situs = Lage, Stellung): eine bestimmte [jeweilige] Situation betreffend, durch sie bedingt, auf ihr beru¬ hend. (Seite 31) situieren (zu lateinisch situs = Lage, Stellung): legen stellen, in die richtige Lage bringen, eine Stellung geben; situiert: gestellt; gut oder schlecht situiert. (Seite 41) TIWAG = Tiroler Wasserkraft¬ werke AG. (Seite 17) toxisch (zu griechisch toxikon = Pfeilgift): giftig; auf einer Verlet¬ zung beruhend. (Seite 37) Troilus und Cressida. Tragi¬ komödie von William Shakespeare (1564-1616), etwa 1609 entstan¬ den. Die Geschichte der Liebe des trojanischen Fürstensohnes Troi¬ lus zu Cressida, die Tochter des Priesters Kalchas. (Seite 36) Wilhelm Vietor (1850-1918), deutscher Anglist und Phonetiker. Einer der Begründer der wissen¬ schaftlichen Phonetik [von grie¬ chisch phonetikos = zum Tönen, Sprechen gehörig] Teilgebiet der Sprachwissenschaft, das die Vor¬ gänge beim Sprechen untersucht; Lautlehre; Stimmbildungslehre). Sein Werk: Die Aussprache des Schriftdeutschen erschien 1885. (Seite 36) Wallstreet Journal (englisch; sprich: wol strit dschänl): 1889 ge¬ gründete New Yorker Tageszei¬ tung, eine der bedeutendsten Wirtschaftszeitungen der USA; Auflage: rund 1,5 Millionen Exem¬ plare; veröffentlicht regelmäßig den Dow-Jones-Index, ein interna¬ tional beachteter Aktienindex der New Yorker Börse, der seit 1897 aus der Notierung 30 führen¬ der Industrieaktien und anderer typischer Werte berechnet wird. (Seite 44) Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert. Diese Re¬ dewendung (Hell is paved with good intentions) führt der schotti¬ sche Dichter Walter Scott (1771-1832) in seinem Roman The Bride of Lammermoor (Die Braut von Lammermoor) auf einen eng¬ lischen, wahrscheinlich auf den Dichter und Theologen George Herbert (1593-1633) zurück. (Seite 15) 48 arbeit Wirtschaft 1/85

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