Full text: Arbeit & Wirtschaft - 1986 Heft 05 (05)

Die Situation in Österreich Der Agrarbereich gehört zu jenen Wirtschaftssektoren, die in den letz¬ ten Jahrzehnten einem außerordent¬ lich dynamischen Strukturwandel un¬ terlagen. Die Zahl der Erwerbstätigen in der Land- und Forstwirtschaft ist in den letzten 35 Jahren um mehr als zwei Drittel zurückgegangen. Ihr Anteil an der Gesamtzahl der Erwerbstätigen beträgt derzeit nur noch 8%. Gleichlaufend zu dieser Entwick¬ lung ist die Produktivität stark ge¬ stiegen. Steigende Erlöse aus einer wachsenden Produktion konnten so auf eine abnehmende Zahl von Er¬ werbstätigen aufgeteilt werden. Dies war eine wesentliche Voraus¬ setzung dafür, daß die Entwicklung der Einkommen der Land- und Forstwirtschaft mit den anderen Wirt¬ schaftsbereichen Schritt halten konnte. porte wurden mehr und mehr durch die eigene Erzeugung verdrängt, dann kam es zur Bildung von Über¬ schüssen. Bei Milch und Milchprodukten wurde schon Mitte der fünfziger Jahre der Eigenbedarf überschritten. Bei Getreide war dies wesentlich später der Fall. 1965 wurden noch 900.000 Tonnen Brot- und Futterge- .1; Durchschnittliche Steigerung in Prozent pro Jahr 1970-1985 1975-1985 Volkseinkommen je Erwerbstätigem insgesamt +8,7 + 7,6 Volkseinkommen je Erwerbstätigem in der Land- und Forstwirtschaft +7,2 +6,3 Pro-Kopf-Einkommen je Arbeitnehmer +8,7 +6,4 Die starke Steigerung der Flächen¬ erträge und die Leistungssteige¬ rung in der tierischen Produktion bewirkten aber, daß die Produktion der Nachfrage nach Nahrungsmit¬ teln davoneilte. Zunächst wurde der Selbstversorgungsgrad erhöht, Im- treide importiert, etwa ein Viertel des Gesamtbedarfs. Seit 1976 haben wir strukturelle Überschüsse mit stei¬ genden Exporten. Im Bereich der Viehwirtschaft ist die Schweineproduktion durch zykli¬ sche Schwankungen mit zeitweisen Mehr Schweinefleisch und Getreide als wir brauchen. s/se arbeit Wirtschaft 27

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