Volltext: Arbeit & Wirtschaft - 1986 Heft 05 (05)

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Nach den Wahlen Seite 2
Während in der großen Welt der amerika¬
nische Vergeltungsschlag gegen Libyen
die Gemüter bewegte - wobei die Stufen¬
leiter von überwiegend begeisterter Zu¬
stimmung in den USA bis zum entsetzten
Ablehnen in weiten Teilen Europas und
anderer Kontinente reicht - gingen auch
in Österreich die Wogen hoch, ausgelöst
von harten Auseinandersetzungen im
Bundespräsidentenwahlkampf. Gegen¬
über der Gefahr eines Dritten Weltkriegs
sind die Gefahren, die aus diesem Wahl¬
kampf entstehen, natürlich verhältnismä¬
ßig gering, aber das politische Klima hat
sich bedeutend verschlechtert. Außerdem
könnte es zum erstenmal seit 1951 zu ei¬
ner Stichwahl zwischen zwei Kandidaten
kommen.
des Möglichen einzutreten, sowohl auf
wirtschaftlichem als auch auf sozial¬
politischem Gebiet.
T
, Aktuelle
Vorhaben der
Sozialpolitik
Seite 18
Im Aprilheft befaßte sich der Sozial¬
politische Referent des ÖGB, Dr. Richard
Leutner, mit Schwerpunkten aktueller
Vorhaben der Sozialpolitik.
In diesem zweiten Beitrag weist der Autor
auf eine Reihe anderer Fragen hin, um die
es auf dem Gebiet der Sozialpolitik zurzeit
geht, denn - so Leutner - trotz aller
Schwierigkeiten darf es in der Sozial¬
politik keinen Stillstand geben.
Kratzer
am Bild
des ÖGB?
Seite 10
Anton Benya, von den Bundeskongressen
des ÖGB 1963 bis 1983 jeweils einhellig
zum Präsidenten des Österreichischen
Gewerkschaftsbundes gewählt, weist in
diesem A&W-Gespräch wieder auf eine
Aussage hin, die er vor bald zwei Jahr¬
zehnten getan hat:
Der Österreichische Gewerkschaftsbund
ist eine überparteiliche, unabhängige Or¬
ganisation, unabhängig vom Staat, der
Regierung, den Unternehmern, den poli¬
tischen Parteien. Unsere Einstellung wird
sich immer danach richten, was eine
Regierung für die Arbeitnehmer zu tun
bereit ist.
Obwohl trotz der wirtschaftlichen Turbu¬
lenzen, die im vorigen Jahr eingesetzt ha¬
ben, zurzeit die wirtschaftliche Lage
Österreichs im Vergleich zu vielen ande¬
ren Ländern gut bis ausgezeichnet ist, ist
eine gewisse allgemeine Verdrossenheit
zu bemerken.
Der Österreichische Gewerkschaftsbund
wird sich aber keineswegs davon ab¬
halten lassen, weiterhin für eine Politik
Agrarmarkt-
ordnung -
Problematik
steigender
Überschüsse
Seite 26
In den schweren Notzeiten der Nach¬
kriegsjahre wären die Österreicher wohl
überglücklich gewesen, hätte die Land¬
wirtschaft jene Überschüsse erzeugt, die
heutzutage schier unanbringbar erschei¬
nen.
Diplomkaufmann Hermann Blaha, Leiter
der Wirtschaftspolitischen Abteilung der
Wiener Arbeiterkammer und stellvertre¬
tender Kammeramtsdirektor, trägt in die¬
sem Beitrag alle Tatsachen zusammen,
aus denen sich die Problematik der stei¬
genden Überschüsse der österreichi¬
schen Landwirtschaft ergibt. Blaha ist der
Ansicht, daß die Entwicklung der letzten
Zeit zu Veränderungen und neuen Wei¬
chenstellungen zwinge.
Es gilt nämlich, zu verhindern, daß das
System der Agrarmarktordnung für die
Konsumenten zu teuer, für den öffent¬
lichen Haushalt unfinanzierbar und vom
gesamtwirtschaftlichen Standpunkt in¬
effizient wird.
Ein Museum neuer Art Seite 38
entsteht ein Museum, das sicher weit über
die Grenzen Österreichs hinaus bekannt
werden wird. Unter dem Motto »Grabe,
wo Du stehst« wird ein demokratisches
Konzept entwickelt, das die Einbindung
größerer Bevölkerungsschichten prakti¬
ziert. Gottfried Haider, geschäftsführen¬
der Obmann des »Vereins Museum
Arbeitswelt« und Ing. Max Lotteraner,
Pressereferent der AK Oberösterreich,
berichten in diesem Heft ausführlich
über die Entstehung und Ausführung
der Idee, in der alten Industriestadt
Steyr ein Museum neuer Art zu errich¬
ten.
Sonderunterstützungs¬
gesetz Seite 31
Das Sonderunterstützungsgesetz - eine
Art Frühpension für Arbeitnehmer aus
Wirtschaftszweigen mit Strukturproble¬
men und für ältere Arbeitnehmer - wird
durch eine Novelle in verschiedenen
Punkten verbessert.
Die Frauensekretärin des ÖGB, die Abge¬
ordnete Gabrielle Traxler, legt in diesem
Beitrag dar, welche Verbesserungen
die Novelle vor allem auch für Frauen
bringt.
Höherversicherung
nach dem ASVG Seite 33
Das System der Höherversicherung nach
dem ASVG war nicht ganz einfach zu ver¬
stehen und ist es nach der seit 1. Jänner
1986 geltenden Neuregelung erst recht
nicht. Allerdings kann man dennoch be¬
haupten, daß es immer noch für viele Ar¬
beitnehmer vorteilhafter ist, auf diese
Weise einmal eine höhere Pension zu
erlangen als durch eine Privatpensions-
versicherung.
Magister Karl Wörister von der Sozialver¬
sicherungsabteilung der Wiener AK legt
hier dar, welche Möglichkeit es gibt, im
Rahmen der öffentlichen Pensionsversi¬
cherung zusätzliche Altersvorsorge zu be¬
treiben.
Verstaatlichte Industrie Seite 44
Vor etwas mehr als einem Jahr konstitu¬
ierte sich der provisorische Vorstand des
»Vereins Museum Arbeitswelt«. In Steyr
In einer der nächsten Ausgaben wird »Ar¬
beit & Wirtschaft« wieder einen größeren
Beitrag über Fragen der verstaatlichten
Industrie bringen. Hier gibt die Leiterin
des Referats für Industrie- und Technolo¬
giepolitik der AK Wien, Kollegin Diplom¬
kaufmann Wilhelmine Goldmann, eine
geraffte Übersicht über die Reform der
verstaatlichten Industrie.
s/se Jirlxii Wirtschaft 1
        

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