Full text: Arbeit & Wirtschaft - 1996 Heft 02 (02)

r ?* r | 'osdo la cabe/.a a los pies. tenemos todo lo que l'equietfe un caballefo pai'a vestif elegante. J ^ ^ A * ESTRA.DA. HNOS. 24BB.VSII, 15. 1« TACUBA 13. :, i rt, ; ; T V ' r * 9BS*M f. > »Glanz und Elend« (Photomontage Mexiko 1928) auf dem Heimweg ist. Polizei und Presse verdächtigen Tina, in den Mord verwickelt zu sein. Im Dezember 1929 zeigt die Na¬ tionalbibliothek eine umfassen¬ de Einzelausstelltung von Tina Modotti. Der Rebellenführer Au- gusto C. Sandino rät ihr Anfang 1930 ab, nach Nicaragua zu fahren. Nach einem Attentat auf den mexikanischen Präsidenten, das den Kommunisten angela¬ stet wird, verhaftet man Tina Modotti. Nach 13 Tagen Haft gibt man ihr zwei Tage Zeit, das Land zu verlassen. Auf einem Frachter reist sie von Veracruz ab, wird in New Orleans vom US Immigration Service acht Tage lang in einem »Detention Cen¬ ter« eingesperrt. In Rotterdam wird sie durch internationale Proteste vor dem Zugriff der italienischen Faschisten geret¬ tet und hält sich in Berlin auf. Schließlich geht sie weiter Wien, um bei den Kämpfen Hil¬ fe zu leisten. 1935 wird sie auf Veranlas¬ sung von Togliatti nach Spanien geschickt. Ihre Fotos und ihre Kamera bleiben in Moskau zurück. Vidali, der mexikani¬ sche Kommunist, mit dem sie seit 1930 liiert ist, wird der Co- mandante Carlos des 5. Regi¬ ments der Internationalen Bri¬ gaden, während Tina in einem Krankenhaus arbeitet und dort auch Dolores Ibaru (La Passio- naria) betreut. 1937 hilft sie dem kanadischen Arzt Norman Bethune bei der Evakuierung der Bevölkerung von Malaga und organisiert die Ver¬ schickung von spanischen Kin¬ dern nach Mexiko und in die UdSSR. 1939 ist Tina in Barcelona, das nach schweren Bombenan¬ griffen von Francos Truppen eingenommen wird. Sie schließt sich dem Flüchtlingsstrom über IQ- ? \ V Frau aus Tehuantepec (Mexiko 1929) Junge mit Sombrero (1928) Beim Stillen (Mexiko 1926) ten, nimmt an Ausstellungen teil, steht Diego Rivera Modell für Wandbilder. Rivera schreibt über Modotti in einer Zeitschrift: »Tina Modotti hat Wunder der Sensibilität auf einer Ebene be¬ wirkt, die vielleicht abstrakter, höher, sogar intellektueller ist, als man es von ihrem italieni¬ schen Temperament erwartet. Ihre Arbeit blüht vollendet in Me¬ xiko und harmonisiert perfekt mit unseren Gefühlen.« 1926 lernt Tina die neue Bot¬ schafterin der UdSSR, Alexan¬ dra Kollontai, kennen und hat Kontakt mit dem Schriftsteller B. Traven, dem sie Fotos gibt. 1927 beteiligt sie sich an Soli¬ daritätsveranstaltungen für Sacco und Vanzetti und wird nach deren Hinrichtung Mitglied der KP Mexikos. 1928 zieht sie mit Anonia Mella, einem der Mit¬ begründer der KP Kubas, zu¬ sammen, der Pläne schmiedet, Kuba mit Guerilleros von dem Diktator Machado zu befreien. Dieser läßt ihn durch Killer er¬ morden, während er mit Tina nach Moskau. Als Mitglied der KPdSU und der Internationalen Roten Hilfe betreut sie die Arbeit der IRH mit Kindern. In gehei¬ mer Mission unternimmt sie 1932 Reisen nach Polen, Rumänien und Ungarn. 1933 reist sie mit falschen Papieren nach Spanien ein, wird aber ver¬ haftet und wieder ausgewiesen. Richard Sorge heuert sie für sei¬ nen Spionagering in China an, doch letzten Endes landet sie als Leiterin der IRH in Paris und reist im Februar 1934 nach die Pyrenäen an, reist mit der »Queen Mary« nach New York, wird dort aber nicht von Bord gelassen und auf ein Schiff nach Mexiko gebracht, wo sie noch immer als unerwünschte Ausländerin gilt. Der mexika¬ nische Präsident Cardenas an¬ nulliert Tinas Ausweisung von 1930. Als am 20. August 1940 Leo Trotzki ermordet wird, wird Tina verdächtigt, in das Verbre¬ chen verwickelt zu sein. Am 5. Jänner 1942 stirbt Tina Modotti. ? 2/96 iirbfitulrtsrliafl 45

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