Full text: Arbeit & Wirtschaft - 1999 Heft 10 (10)

ARBEITSRECHT
teier Betriebsräte will die Arbeitgeberseite nur dann akzeptie-
,rb« hsrechts nachteilige Veränderungen durch die Gewerkschaf¬
tlich im Gespräch mit Wirtschaftskammerchef Maderthaner)
treten zu können, und wie können wir
die Rechtsordnung in diese Richtung
weiterentwickeln?
Das Arbeitsverfassungsgesetz
als Grundlage der betrieblichen
Interessenvertretung
Wichtigste Rechtsgrundlage für die
Organisation und die Tätigkeit der In¬
teressenvertretung der Arbeitnehmerin¬
nen in den Betrieben ist das Arbeitsver¬
fassungsgesetz (ArbVG). Der II. Teil
dieses Gesetzes regelt die »Betriebsver¬
fassung« und enthält u. a. ausführliche
Bestimmungen über das Organisations¬
recht (§§ 40 bis 88b ArbVG).
Das ArbVG ist nach langjährigen
Forderungen der Gewerkschaften und
Arbeiterkammern nach einem Ausbau
der Arbeitnehmermitbestimmung in
den Betrieben am 14. Dezember 1973
vom Nationalrat beschlossen worden
und am 1. Juli 1974 in Kraft getreten.
Der parlamentarischen Beschlussfas¬
sung waren intensive Verhandlungen in
einer beim Sozialministerium eingerich¬
teten Kommission zur Kodifikation des
Arbeitsrechts, vor allem aber zwischen
den Sozialpartnern vorangegangen. Das
für bie
iut !lci(f|5Mt()c vertretenen Sönijrcidje nnb fönber.
Dir Tranj .Sofeplj &cr €rftr,
oon ©ottcö ©nabett Äoifer Don sDeficrreidj,
S(pofloIifd;cr ftönig uon Ungarn, Äönig oon S3öf;meix, SMmntien,
Kroatien, ©taroonien, (Mijien, Sobomericn unb 3fft;iicn; ßrjljerjog uon
Dcjtcrrcid); ©roftycrjog oon Strafau; perjog Don Söflingen, (Salzburg,
©teper, JWnit(jen, Statin, ber 33uFc>»in«, ?5ber= unb 9?icbet»a&6burg unb SEiro! :c. 5C. jc.
43.
Q&eftty soin 7. Jtpril 1870,
ivobitrrf) unter Sluftebung ber §§. 4U, 480 unb *81 befl allgemeinen 0trafflefe»e«
in SBctreff ber SSeralirebunßeit von Slrbeitgebern ober «Jrbeitnefcmern jur Sriwingung
von ilrbeit«l>eblrt(junflen, unb oon Q)eu>erb«leuten |ur (JJrbätiuiig be8 greife« einer SBaore
juni 3Jati>t(>eiie be« Vubllfum« Defonbere SBeftimmungen erloffen werben.
$Ht 3uftinimung Beibtr Käufer be6 SReiihSratheJ ftnbe 34) 8« Btrorbnen, mit folgt:
§. 1. Sit Stimmungen ber §§. 479, 480 unb 481 be« allgemeinen Strafgefefce«
Bom 27. ®!ai 1852, 5t. ©. St. 9Jc. 117, treten aufier ffiirffamfeit.
§. 2. Sßerabrebungen oon Arbeitgebern (©eroerbSteuten, Sienftgebern,' ßeitern
oon ^abrifä«, Skrtjbau», ^üttenroerW», fanbtttrthfdjafttichen ober anbeten AtbeitSunterntfi'
mungen), me(tf)e bejraecfen, inittetft ßinftetlung beä Setriebrt ober gnttaffung Bon Arbeitern
biefen eine 2of)nBerringerung ober überhaupt, ungünftigere Arbeitäbebingungen aufjuerlegen;
— foroie Sßerabrebungen Bon Arbeitnehmern (©efetlen, @ef)i(fen, Bebienfteten. ober
fonftigen Arbeitern uin ßoEjn), rac(tf)e bewerfen, inittetft gemeinfe^afttidjer ßinfteffung ber
Arbeit Bon ben Arbeitgebern tjä&eren Sohn ober überhaupt günftigere ArbeitJbebingungen ju
crjBingen; — enbtidj alte Vereinbarungen jur Unterftüjiung'berjenigen, metetje bei ben
• erwähnten Sßerabrebungen ausharren, ober jur Benadjt^eitigung berjenigen, welche fidj bason
toJfag/cn, haben feine rechtliche SBirfung.
§. 3. SBer, um baS Suftanbefommen,' bie Söerbteitung ober bie jiBangätoeife ,$uri§'
fiihnmg einer ber in bem §. 2 bejei^neten' Sßerabrebungen ju betsirfen, Arbeitgeber ober
Arbeitnehmer an ber Ausführung i?)ceä freien EntfdjtufK Arbeit ju geben ober i\u nehmen,
burdj Kittet ber @infd)ü
    

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.