Full text: Arbeit & Wirtschaft - 1999 Heft 10 (10)

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Gerechte Einkommen
für Spitalsärzte
Erfreut äußerte sich die Ärztereferentin der Gewerkschaft der
Gemeindebediensteten, Dr. Sabine Oberhauser, über
den Entwurf für ein neues Gehaltsschema für die Ärzte in den
Wiener Gemeindespitälern.
Vorangegangen waren zä¬
he Verhandlungen, in denen
die Gewerkschaftsvertreter ve¬
hement gerechtere Einkom¬
men verlangt hatten. Dr.
Oberhauser: »Es ist schon ein¬
mal erfreulich, dass die Ver¬
treter des Wiener Krankenan¬
staltenverbundes nun endlich
ihre Vorstellungen auf den
Tisch legen konnten. Es gibt
zwar zwischen ihrem Positi¬
onspapier und den Vorstel¬
lungen der Gewerkschaft
noch tief greifende Unter¬
schiede, aber jetzt kann end¬
lich verhandelt werden.«
Sie erwarte zwar schwierige
Diskussionen für den Herbst,
eine Einigung werde aber bei
gutem Willen auf beiden Sei¬
ten sicherlich möglich sein.
Nicht zuletzt gehe es darum,
mit dem Vorurteil aufzuräu¬
men, dass Spitalsärzte zu den
Spitzenverdienern zählen.
Das sei nämlich ein Märchen
und fern der Realität.
»Arbeitnehmerinnenschutzgesetz«
und Betriebsräte
Eine Erhebung der steirischen Arbeiterkammer
Das »Arbeitnehmerinnenschutzgesetz« ist nunmehr seit mehr
als vier Jahren in Kraft. Kernelemente des neuen Gesetzes
(Evaluierung) sollten auf Grund der Ubergangsvorschriften -
ausgenommen in Kleinbetrieben - bereits realisiert sein. Es war
dies Anlass für die steirische Arbeiterkammer, den
Umsetzungsstand der Evaluierungsverpflichtung, die Aus¬
wirkungen auf die Sicherheitsstandards und die Unfallzahlen in
den Betrieben sowie die Beurteilung der Tätigkeit der
Präventivdienste, insbesondere hinsichtlich der Mindest-
einsatzzeit, im Rahmen einer Fragebogenaktion zu erheben.
In die Untersuchung wur¬
den alle Betriebsratskörper¬
schaften einbezogen, in deren
Betrieb mehr als 50 Arbeit¬
nehmerinnen und Arbeitneh¬
mer beschäftigt sind. Die vor¬
liegenden Ergebnisse stützen
sich auf Angaben von rund
270 Betriebsratskörperschaf¬
ten aus etwa 240 Betrieben.
Zum Zeitpunkt der Erhebung
waren in diesen Betrieben
mehr als 82.000 Arbeitneh¬
merinnen und Arbeitnehmer
beschäftigt.
Ermittlung und
Beurteilung der
Gefahren weitgehend
umgesetzt
In fast 90 Prozent aller Fäl¬
le haben die Betriebsräte ange¬
geben, dass die Evaluierung
der einzelnen Arbeitsplätze
weitestgehend abgeschlossen
ist. In über 60 Prozent aller
Betriebe sind auf Grund der
vorliegenden Angaben alle Ar¬
beitsplätze evaluiert. Dieses
Ergebnis bestätigt, dass die
Anforderungen beziehungs¬
weise Ziele des neuen »Arbeit-
nehmerlnnenschutzgesetzes«
- entgegen ursprünglichen
Auffassungen, die Eva¬
luierungsverpflichtung sei auf
Grund mangelnder Determi¬
nierung nicht machbar - sehr
wohl realisierbar sind. Das Er¬
gebnis zeigt jedoch auch, dass
in einer Reihe von Betrieben
(rund 10 Prozent) bisher kei¬
ne beziehungsweise nur weni¬
ge Aktivitäten in Bezug auf
die Ermittlung und Beurtei¬
lung der Gefahren an den Ar¬
beitsplätzen getroffen wur¬
den. Entsprechende Kontrol¬
len und Maßnahmen sind da¬
her seitens der zuständigen
Arbeitsinspektorate unver¬
zichtbar.
Evaluierungsteam
Abgesehen von den Beteili¬
gungsrechten der Beleg¬
schaftsorgane und der Pflicht,
die Präventivdienste beizuzie¬
hen, obliegt es der Entschei¬
dung des Arbeitgebers, von
welchen Personen die Eva¬
luierung der einzelnen Ar¬
beitsplätze vorgenommen
wird. Die Ergebnisse der Be¬
fragung bestätigen den bishe¬
rigen Erfahrungsstand. Die
konkrete Evaluierung wird
vorwiegend von den Sicher¬
heitsfachkräften durchgeführt
beziehungsweise haben diese
eine zentrale Funktion bei der
Umsetzung dieser Arbeitge¬
berverpflichtung. In fast 70
Prozent aller Fälle wird die
Evaluierung von der Sicher¬
heitsfachkraft allein oder ge¬
meinsam mit anderen Perso¬
nen durchgeführt. In den al¬
lermeisten Fällen wird die Ge¬
fahrenermittlung und Beur¬
teilung in Übereinstimmung
mit den Regelungen des »Ar-
beitnehmerlnnenschutzgeset-
8 arix-ii Wirtschaft 10/99
        

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