Full text: Arbeit & Wirtschaft - 2004 Heft 10 (10)

aus AK und Gewerkschaften Arbeit&Wirtschaft lOfi A IMPRESSUM Redaktion »Arbeit&Wirtschaft«: Hohenstaufengasse 10,1011 Wien, Telefon: 534 44, Siegfried Sorz (Chefredakteur): Klappe 304, Sekretariat: Sonja Adler, Klappe 340 (von 8 bis 12 Uhr), Fax: 534 44-595 E-Mail: aw@oegb.or.at Internet: www.arbeit-wirtschaft.at Redaktionskomitee: Annemarie Kramser, Thomas Angerer, Günther Chaloupek, Christian Deihsen, Arthur Ficzko, Stefan Stöger, Isabel Koberwein (Robert Böhm), Karl Kollmann, Georg Kovarik, Brigitte Pellar, Sabine Letz, Erik Türk, Siegfried Sorz, Fritz Luger Redaktionsmitglieder: Siegfried Sorz (Chefredaktion), Katharina Klee (Frauenarbeit - Frauenrecht), Bruno Rossmann (Wirtschaftsrundschau), Karl Kollmann (Konsumentenpolitik), Wilfried Leisch (Aus Arbeiterkammern und Gewerkschaften), Alexander Heider (Betriebsrat und Arbeitswelt), Sepp Bacher (Internationale Umschau) Gestaltung: Medienservice Manuela Maitnar (Grafik & Layout), Margareta Straka (Fotore¬ daktion, ÖGB-Archiv) Herausgeber: Bundesarbeitskammer, 1040 Wien, Prinz-Eugen-Straße 20-22, und Österreichischer Gewerkschaftsbund, 1011 Wien, Hohenstaufeng. 10-12 Medieninhaber: Verlag des Österreichischen Gewerkschaftsbundes GmbH, 1230 Wien, Altmannsdorfer Straße 154-156, Tel. 01/662 32 96, Fax 01/662 32 96/6385, E-Mail: Renate.Wimmer@oegbverlag.at Hersteller: Elbemühl-Tusch Druck GmbH & Co KG, 7201 Neudörfl, Bickfordstraße 21 Verlagsort: Wien Herstellungsort: Neudörfl Preise (inkl. 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Leserzuschriften können auch gekürzt wiedergegeben werden. Kinderbetreuung: »Müttergeld« kein Ausweg Der Vorschlag, Müttern, die auf die Erwerbstätigkeit verzichten, eine Prämie zu bezahlen, wird von der AK Salzburg abgelehnt und als Prämie zum Berufsausstieg bezeichnet. Mit dem in Salzburg diskutierten »Müt¬ tergeld« droht für die Frauen eine wei¬ tere und ähnliche negative Entwicklung, wie sie sich jetzt schon beim Kinder¬ betreuungsgeld zeigt, so Liane Pluntz, Frauenreferentin der AK Salzburg. Wie WIFO-Studien aus 2003 und 2004 zeigen, werden durch das Kinderbe¬ treuungsgeld Frauen vom Arbeitsmarkt verdrängt. Während zu Zeiten des Ka¬ renzgelds 54% der jungen Mütter vor dem 3. Lebensjahr ihres Kindes wieder in den Berufzurückkehrten, sind es jetzt nur noch 35% der Frauen, die wieder eine Arbeit aufnehmen. Statt genügend Kinderbetreuungsplätze bereitzustellen, nun ein »Müttergeld« einzuführen, wäre laut Pluntz ein »Schritt in die völlig fal¬ sche Richtung: Durch eine Vertreibung Ladenöffnung: der Frauen vom Arbeitsmarkt lässt sich die Geburtenrate aber sicher nicht erhö¬ hen, wie bereits das Kinderbetreuungs¬ geld zeigt«. Wer auf die Erwerbstätig¬ keit von Frauen verzichtet, verzichtet auch auf Steuer- und Sozialversiche¬ rungsbeiträge und verschlechtert die Lebenschancen von Frauen erheblich, so die AK-Frauenreferentin. Überdies würde der Finanzierungsaufwand für eine Mütterförderung enorme Mittel binden, »Gelder, von denen behaup¬ tet wird, dass sie ja nicht einmal für die Ausweitung von Betreuungseinrichtun- gen da wären«. Deshalb ist für Pluntz »das oberste Ziel der Landesregierung, in Salzburg einen Anspruch auf Kin¬ derbetreuung festzuschreiben, absolut wichtig«. W. L. Bilanz zur Liberalisierung Im Vorjahr traten neue Ladenöffnungszeiten in Kraft, rigoros umge¬ setzt wurden diese nur in Niederösterreich. Bilanz: Kaum geändertes Kaufverhalten, aber Nachteile für die Handelsangestellten. In Niederösterreich können seit l. Au¬ gust 2003 die Geschäfte von Montag bis Freitag von 5 bis 21 Uhr und am Sams¬ tag von 5 bis 18 Uhr offen halten. So¬ wohl die Bilanz der Wirtschaft als auch der AKNO fallen ernüchternd aus. Laut PeterVoithofer von der KMU Forschung Austria geben die Menschen, nur weil die Geschäfte länger offen halten, nicht mehr Geld aus und es hat sich auch das Kun- denkaufverhalten kaum geändert. Gravierender sind allerdings die Ver¬ änderungen bei den Beschäftigten im Handel, die zu 70% aus Frauen bestehen. Laut AKNO wurden nicht mehr Han¬ delsangestellte eingestellt, dafür aber kam es zu einerweiteren Verlagerung von Voll- zeitbeschäftigungzuTeilzeitarbeit und zu geringfügiger Beschäftigung. So waren von den rund 48.000 im Einzelhandel Beschäftigten im Jahr 2004 bereits 4643 ger i ngfügig beschäftigt, im Jah r 2000 wa¬ ren dies noch 4214. Die AKNÖ befürchtet, dass die stun¬ denweise Beschäftigung noch weiter zu¬ nehmen wird, ebenso die geringfügige Beschäftigung an Samstagen: »Dadurch steigt die Abhängigkeit der Verkäuferin¬ nen und Verkäufer und ihre soziale Ab¬ sicherung sinkt. Die Pensionen werden dann auch entsprechend niedrig ausfallen und damit auch die Kaufkraft der Pensi¬ onistinnen und Pensionisten«, warnt d'e AKNÖ.

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