81 6. Zusammenfassung Zielsetzung der Studie war es, Probleme des Berufseinstieges von Akademiker/innen durch Befragung der Betroffenen für das Bundesland Tirol zu erheben. Erfasst wurden zwei Gruppen. Zum Einen die Absolvent/innen der Universität Innsbruck, zum Anderen alle Akademiker/innen, die zum Erhebungszeitpunkt Mai/Juni 2011 beim AMS als arbeitssuchend vorgemerkt waren. Zunächst zu den Ergebnissen der ersten Befragungsgruppe: - Fragen zum Studium Die allgemeine Zufriedenheit mit der akademischen Ausbildung ist insgesamt sehr hoch (Mittelwert 2 auf der 5-teiligen Skala). Die Frage des Bezugs zum späteren Beruf beginnt bereits bei der Studienwahl. Für die große Mehrheit der Studienanfänger (etwa zwei Drittel) haben Erwartungen zum zukünftigen Beruf eine wichtige Rolle bei der Studienwahl gespielt. Es gibt aber auch etwa 14 Prozent, die sich für ihr Studium unabhängig von der späteren Berufssituation entschieden haben. Die spezifische Frage, ob das Studium eine ihrer jetzigen Berufssituation adäquate Berufsvorbereitung geboten hat, ergibt einen durchschnittlichen Wert von 2,6 auf der 5- teiligen Skala. Etwa die Hälfte aller berufstätigen Befragten fühlt sich gut oder sogar ausgezeichnet vorbereitet. Allerdings geben 22 Prozent an, keine ausreichende berufliche Qualifikation erhalten zu haben. Diese Personen vermissen praktische, im Berufsleben verwertbare Lehrinhalte. Die Klage eines zu geringen Praxisbezuges ist eine durchgängige Rückmeldung der Befragten. Mehr als ein Drittel aller befragten Akademiker/innen hat sich neben der universitären Ausbildung noch weitere Qualifikationen angeeignet. Es besteht die einhellige Meinung, dass Zusatzausbildungen einen positiven Effekt für die erfolgreiche Stellensuche darstellen. Soft Skills werden von fast drei Viertel der Befragten als Vorteil bewertet, ähnlich verhält es sich bei IT-Kenntnissen und Auslandsaufenthalten sowie Fremdsprachenkenntnissen. Zwei Drittel geben auch noch Beziehungsnetzwerke als Vorteil an. Fast alle Studierende haben während des Studiums bereits berufliche Erfahrungen in der einen oder anderen Form gemacht. Mehr als 10 Prozent geben eine volle Berufstätigkeit an, weitere 30 Prozent eine Teilzeitarbeit während des Semesters. Die übrigen haben zumindest in den Ferien, oder durchgehend geringfügig gearbeitet oder Erfahrungen bei Berufspraktika