Seite 2 Jugendpsychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin sowie Strahlentherapie-Radioonkologie für die Bewilligung der ersten vier Ausbildungsstellen die Anleitung und Aufsicht der Turnusärztinnen/Turnusärzte durch zwei Fachärztinnen/Fachärzte als ausreichend angesehen werden. Dies ermöglicht, dass durch die Fachärztinnen/Fachärzte mehr angehende Ärztinnen/Ärzte ausgebildet werden können. Dadurch soll der in den angeführten Sonderfächern bestehende Mangel an medizinischem Nachwuchs behoben werden. Gerade die österreichische Gerichtsmedizin leidet unter einem massiven Personalproblem. Im Hinblick darauf erscheint die Förderung dieses Sonderfaches nachvollziehbar und besonders wichtig. Von Seiten der BAK besteht gegen den vorliegenden Entwurf dem Grunde nach kein Einwand. Bezweifelt wird jedoch, ob der vorliegende Entwurf als alleinige Maßnahme zur Förderung der Ausbildung in den erwähnten Mangelfächern, insbesondere im Sonderfach Gerichtsmedizin, ausreicht. Die Entlohnung für die gutachterliche Tätigkeit der Gerichtmedizinerinnen/Gerichtsmediziner ist im Gebührenanspruchsgesetz (GebAG) geregelt. § 43 Abs 1 GebAG normiert einen seit 2008 stagnierenden Tarifkatalog, der bspw bei einer einfachen körperlichen Untersuchung mit eingehender Begründung des Gutachtens oder bei einer besonders zeitaufwendigen körperlichen Untersuchung eine Entlohnung in Höhe von lediglich € 39,70 vorsieht. Eine Erhöhung der Tarife wäre hier anzudenken.