Seite 2 Mindestbreite von 60 cm unterschritten werden. Diese Änderung sieht die BAK sehr kritisch. Gangborde dienen zum Teil als Hauptverkehrsweg auf Schiffen, ebenso dienen sie als Fluchtweg. Aus Sicht der BAK widerspricht diese Regelung einem sicheren Fahrbetrieb und den Festsetzungen der Arbeitsstättenverordnung (BGBl. II Nr. 368/1998), insbesondere dem § 2 „Verkehrswege“, § 3 „Ausgänge“ und § 18 „Abmessungen von Fluchtwegen und Notausgängen“. Die Regelung wird abgelehnt. Es sind die Mindestmaße der Arbeitsstättenverordnung einzuhalten. Kapitel 15 gestattet unter gewissen Voraussetzungen bei bereits zugelassenen Schiffen ein Überschreiten der Lärmgrenzwerte. Als Begründung werden hierfür die „zu hohen Kosten für das Gewerbe“ im Falle eines Umbaus angeführt. Das wird seitens der BAK abgelehnt. Es ist nicht einzusehen, warum ArbeitnehmerInnen und Reisende auf Schiffen höheren Belastungen ausgesetzt werden können, als es in der „Verordnung Lärm und Vibrationen“ (BGBl. II Nr. 22/2006) vorgesehen ist. In Kapitel 19.06. wird vorgeschlagen bei bereits zugelassenen Schiffen, Fluchtwege – nach Prüfung durch eine Kommission – auch durch Küchen führen zu können. Es sei den Unternehmen finanziell nicht zumutbar andere Fluchtwege (nachträglich) zu errichten, letztlich „werde eine oder mehrere Kabinen einem Fluchtweg weichen“ und dies „ist ein weitreichender Eingriff, der die Verdienstmöglichkeiten der betroffenen Schiffe“. Die BAK lehnt es ab, die Sicherheit der ArbeitnehmerInnen und Reisenden zu gefährden, nur um entsprechende Verdienstmöglichkeiten zu garantieren. Fluchtwege sollten keinesfalls durch Küchen führen. Wir ersuchen um Berücksichtigung unserer Anliegen und Anregungen.