Finanzmarktaufsichtsbehörde Bankenaufsicht Otto-Wagner-Platz 5 1090 Wien Ihr Zeichen Unser Zeichen Bearbeiter/in Tel 501 65 Fax 501 65 Datum FMA-SG23 5000/0118- CSA/2019 WW-ST/Ges/Fü Thomas Zotter DW 12637 DW 412637 6.11.2019 Konsultation – FMA-Mindeststandards für die interne Revision (FMA-MS-IR) Die Bundesarbeitskammer (BAK) bedankt sich für die Übermittlung des Entwurfs und nimmt dazu wie folgt Stellung. Die BAK begrüßt die Erarbeitung und Veröffentlichung von Mindeststandards für die interne Revision, die als Orientierungshilfe dienen sollen und die Rechtsauffassungen und prakti- schen Verhaltensempfehlungen widergeben sollen. Die BAK ist mit der FMA einer Ansicht, dass das Zusammenspiel im Stufenbau der Aufsicht zwischen der internen Revision, dem Aufsichtsrat, Bankprüfern und Bankenaufsicht eine ent- scheidende Rolle spielt. Gemäß § 82 AktG zeichnet der Vorstand verantwortlich, ein internes Kontrollsystem einzu- richten. Der Aufsichtsrat wieder hat gem. § 95 Abs 1 AktG den Vorstand zu überwachen. Damit ist der Aufsichtsrat auch dafür verantwortlich, zu überwachen, ob das eingerichtete IKS auf systemischer Ebene funktioniert. Zusätzlich werden bei jenen Gesellschaften, bei denen je- weils ein Prüfungsausschuss einzurichten ist, die Aufgaben dieses Ausschusses im § 92 Abs 4a AktG klar definiert: „Die Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, ge- gebenenfalls des internen Revisionssystems, und des Risikomanagementsystems der Gesell- schaft“. Es kann daraus abgeleitet, dass eine intensive Zusammenarbeit zwischen der inter- nen Revision und dem Aufsichtsrat bzw dem Prüfungsausschuss erforderlich ist. Diese Anforderungen sollten aus der Sicht der BAK auch in FMA Mindeststandards entspre- chend abgebildet werden.