Seite 2 Zu den wesentlichen Bestimmungen des geplanten Entwurfs: Bereits mit der Legalisierung der Anwendung von Tierarzneimitteln durch die TierhalterInnen mit der entsprechenden Novelle zum Tierarzneimittelgesetz und dem Erlassen der TGD-VO hat sich die BAK kritisch zur Abgabe von Antibiotika durch die Tierärzte an die TierhalterInnen geäußert. Die häufige Anwendung von Antibiotika in der Tierhaltung trägt zur gesundheitsgefährlichen Resistenzbildung von Bakterienstämmen, auch in der Humanmedizin, bei und sollte daher ausschließlich Tierärzten vorbehalten bleiben. Das Abstimmungsverhalten der VertreterInnen der BAK im TGB-Beirat zur Überlassung von Antibiotika an TierhalterInnen war daher entsprechend ablehnend. Die reichlichen Zuwendungen an öffentlichen Mitteln für die Tiergesundheitsdienste, die Tiergesundheits- programme und die Fördermittel für tierhaltungsgerechte Stallungen hatten den Fokus, die Tiergesundheit deutlich zu verbessern, sodass eine Abgabe von kritischen Tierarzneimitteln bis zu einem Monatsbedarf nicht mehr notwendig sein sollte. In § 12 Abs 5a wird vorgeschlagen, dass in besonderen Fällen die Abgabe von Tierarzneimitteln über einen Monatsbedarf erlaubt sein sollte. Da angenommen werden kann, dass die abgebenden Tierärzte erkrankte Tierbestände mindestens einmal im Monat betreuen, wird diese Erweiterung der Abgabemenge als nicht notwendig abgelehnt. In § 18 wird eine Vereinfachung der Kontrollen in Verbindung mit anderen Kontrollen vorgeschlagen. Dabei wäre es essentiell, dass alle Kontrollstellen eine weitreichende Vernetzung der Betriebsdaten und der Kontrollergebnisse erhalten müssen, um die Effizienz der Kontrollen zu verbessern. Die entsprechenden Bestimmungen dafür sollten ergänzt werden. Die BAK ersucht um Berücksichtigung ihrer Anliegen und Anregungen.