Energie-Control Austria für die Regulierung der Elektrizitäts- und Erdgaswirtschaft (E-Control) Rudolfsplatz 13a 1010 Wien E-Mail: netzausbauplanung-strom@e-control.at Ihr Zeichen Unser Zeichen Bearbeiter/in Tel 501 65 Fax 501 65 Datum - WP-Gst/Th/Jo Josef Thoman DW 12263 DW 142263 16.10.2020 Netzentwicklungsplan 2020 für die Austrian Power Grid AG und die Vorarlberger Übertragungsnetz GmbH Die Bundesarbeitskammer (BAK) bedankt sich für die Möglichkeit der Stellungnahme zum Netzentwicklungsplan 2020 (NEP 2020) für die Austrian Power Grid AG (APG) und die Vorarlberger Übertragungsnetz GmbH (VÜN) mit Planungszeitraum 2021 bis 2030. Der Netzentwicklungsplan (gemäß § 37 ElWOG 2010) dient zur Information der MarktteilnehmerInnen über den geplanten Elektrizitäts-Netzausbau inkl den erforderlichen Erneuerungs- und Ersatzinvestitionen von Betriebsmitteln. Der Netzentwicklungsplan enthält die in den kommenden drei Jahren verbindlich umzusetzenden Projekte sowie eine mittel- und langfristige Netzplanung (2021-2030). Wie bereits in den vergangenen Jahren werden auch im NEP 2020 wieder einige laufende oder offene Projekte um ein Jahr verschoben bzw verlängert. Grund dafür sind häufig langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren. Die teilweise jahrelangen Verzögerungen zentraler Energieinfrastrukturprojekte haben massive negative Auswirkungen. Der Ausbau der Netzinfrastruktur ist nicht nur wesentlich für die Einbindung der erzeugten erneuerbaren Energie und somit ein entscheidender Faktor bei der Realisierung der Energie- und Klimaziele, sondern auch zentral für die Gewährleistung der Versorgungssicherheit. Das bestehende Stromnetz stößt derzeit immer öfter an seine Grenzen. Um eine Überlastung des Stromnetzes und damit ein Black-Out zu vermeiden, müssen daher im Rahmen des Engpassmanagements immer häufiger fossile Kraftwerke zur Netzstützung abgerufen werden. Dies ist nicht nur aus klimapolitischen Gründen problematisch, sondern auch mit hohen Kosten verbunden. So mussten allein im Jahr 2019 knapp 150 Millionen Euro von den StromverbraucherInnen für das Engpassmanagement aufgewendet werden. Gleichzeitig ist die Umsetzung der geplanten Infrastrukturinvestitionen mit einem hohen Grad an inländischer Wertschöpfung und entsprechenden konjunkturbelebenden Effekten verbunden. Die zügige