Bundesministerium für Arbeit, Familie und Jugend Stubenring 1 1010 Wien III7@bmafj.gv.at GZ: 2020-0.784.993 Ihr Zeichen Unser Zeichen Bearbeiter/in Tel 501 65 Fax Datum GStBAK-AMI Kevin Hinterberger DW 13718 DW 11.12.2020 Verordnung der Bundesministerin für Arbeit, Familie und Jugend, mit der für das Jahr 2021 Mangelberufe für die Beschäftigung von ausländischen Fach- kräften festgelegt werden (Fachkräfteverordnung 2021) Die Bundesarbeitskammer (BAK) bedankt sich für die Übermittlung des Entwurfs und nimmt dazu wie folgt Stellung. Inhalt des Entwurfs: Laut den Erläuterungen wurde unter Berücksichtigung der im § 13 Abs 1 des Ausländerbe- schäftigungsgesetzes (AuslBG) vorgegebenen Mangelindikatoren – wie bereits für das Jahr 2020 – auch für das nächste Jahr ein längerfristiger Bedarf an Fachkräften festgestellt, der weder aus dem im Inland noch im EWR-Raum verfügbaren Arbeitskräftepotenzial abgedeckt werden kann. Folglich ist eine Fachkräfteverordnung für das Jahr 2021 zu erlassen. Als Mangelberufe kommen dabei Berufe in Betracht, für die bundesweit oder in bestimmten Bundesländern pro gemeldeter offener Stelle höchstens 1,5 Arbeitsuchende vorgemerkt (Stel- lenandrangsziffer) sind. Berufe mit einer Stellenandrangsziffer bis zu 1,8 können berücksich- tigt werden, wenn weitere objektivierbare Mangelindikatoren, insbesondere eine erhöhte Aus- bildungsaktivität der Betriebe, festgestellt werden oder der betreffende Beschäftigungszweig eine überdurchschnittlich steigende Lohnentwicklung aufweist. In der Fachkräfteverordnung 2021 finden sich nunmehr 45 Berufsgruppen auf der bundeswei- ten Liste. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um neun Berufsgruppen. Den Erläuterungen zur Verordnung ist zu entnehmen, dass alle genannten Berufsgruppen, bis auf zwei Ausnahmen (TechnikerInnen für Datenverarbeitung, MaurerInnen), eine Stellenan- drangsziffer von maximal 1,5 aufweisen.