Seite 3 sollte zur rudimentären Wahrung der Privatsphäre die Mehrfachbelegung von Schlafräumen auf drei Personen begrenzt werden. ArbeitnehmerInnen in Partnerschaften muss darüber hin- aus ein eigener privater Schlafraum zur Verfügung gestellt werden. Ziffer 5 ist daher zu ergän- zen wie folgt: „… ein eigenes Bett mit Bettzeug zur Verfügung stehen. In einem Raum dürfen höchstens drei Bettstellen aufgestellt werden. ArbeitnehmerInnen, die miteinander in Ehe, ein- getragener Partnerschaft oder Lebensgemeinschaft leben, ist ein Doppelzimmer zur Verfü- gung zu stellen. Etagenbetten, Schlafkojen oder Schlafkapseln sind nicht zulässig. Bettwä- sche ist nach jedem Wechsel der Benutzerin oder des Benutzers, mindestens jedoch wöchent- lich zu wechseln.“ Ziffer 12 (neu) Eine konkrete Festlegung von Mindestbodenflächen pro Person in Wohn- und Schlafräumen von Unterkünften ist für eine menschenwürdige Unterbringung essentiell. Auch eine zusam- menhängende freie Bodenfläche muss definiert werden, um das Gefühl von Beengtheit zu vermeiden sowie freies Bewegen und An- und Entkleiden im Schlafraum zu ermöglichen. „Pro Person müssen mindestens 10 m? Bodenfläche im Raum zur Verfügung stehen. Darin enthalten sind anteilig die Bodenflächen aller den Bewohnern zur Verfügung stehenden Wohn- und Schlafräume. Jeder Person muss weiters eine zusammenhängende freie Bodenfläche von mindestens 2 m?, auf der aufrechtes Stehen möglich ist, im Schlafraum zur Verfügung stehen. “ Ziffer 13 (neu) Eine Generalklausel soll menschenwürdige und nicht gesundheitsgefährdende Bedingungen in Wohnräumen sicherstellen. Damit können auch kolportierte Missstände wie Schimmelpilz- befall und unhygienische Verhältnisse erfasst werden. „Es ist dafür zu sorgen, dass Wohnräume ihrem Zweck entsprechend benutzbar sind, in hy- gienisch einwandfreiem Zustand sind und keine Gefahr für die Sicherheit und Gesundheit für die ArbeitnehmerInnen darstellen.“ Insbesondere um die Voraussetzungen des Abschnitt 4 in der Praxis mit Leben zu erfüllen, sind ausreichende Kontrollen von Arbeitsstätten und Unterkünften notwendig. Hierzu wird auf die Ausführungen in der Stellungnahme der BAK zum LAG 2021 verwiesen. Zu § 45 Es fehlt an einer Überschrift für § 45, entsprechend zu § 45 AStV wird hier „Maßnahmen bei erhöhtem Brandschutz“ zu ergänzen sein. Des Weiteren fehlt gegenüber dem § 45 AStV der Absatz 6. Es wird davon ausgegangen, dass es sich um ein Versehen handelt und nicht beabsichtigt war, dass die Unterweisung zu Löschgeräten in besonders gefährlichen Bereichen entfallen solle. Zu ergänzen ist daher: „(6) Alle ArbeitnehmerInnen, die in jenen Bereichen beschäftigt werden, in denen die den er- höhten Brandschutz begründenden Verhältnisse vorliegen, sind in der ordnungsgemäßen Handhabung der Löschgeräte zu unterweisen.“