Seite 3 diesen Weg zu wählen. Auch die Berichtigung bzw Löschung von Daten gemäß § 5 Z 2 ist nur über die Zuordnung zu einer natürlichen Person möglich. Gerade Datenbanken im Gesundheitswesen wurden in der jüngeren Vergangenheit immer wieder Ziele von Hackerangriffen. Wir möchten daher auf die hohe Verantwortung bei der Auswahl geeigneter Maßnahmen zum Schutz dieser sensiblen Daten hinweisen. Zu § 4 Ob die angeführten Ziele durch das Register erfüllt werden, hängt von einer breiten und möglichst vollständigen Datenbasis ab. Eine Ermächtigung zur Meldung der Daten reicht dafür unter Umständen nicht aus. Hier wäre es daher sinnvoll, eine Verpflichtung vorzusehen. Eine entsprechende Rechtsgrundlage für diese Verpflichtung wäre in den §§ 4 und 5 Epidemiegesetz zu verankern. Zu § 6 Es wäre zu überlegen, ob der Kreis der Berechtigten mit Datenzugang vergrößert werden sollte. Besonders in der medizinischen Forschung sind auch Berufsgruppen (zB BiologInnen), die nicht unter die gegenständliche vorgesehene Regelung fallen, vertreten. Auch die Arbeiterkammer als gesetzliche Interessensvertretung wäre grundsätzlich am Zugang zu den anonymisierten und garantiert nicht rückverfolgbaren Daten interessiert. Allgemein wäre es sinnvoll, die Erkenntnisse, die aus den Daten aufgrund des eingerichteten Registers gewonnen wurden, auf der Homepage der GÖG oder des Sozialministeriums als Bericht zu veröffentlichen und auch dem Parlament zu übermitteln. Zu § 8 Das rückwirkende Inkrafttreten der Verordnung mit 1. März 2020 wird kritisch gesehen, sollte es sich nicht um einen Redaktionsfehler handeln und tatsächlich der 1. März 2021 gemeint sein. Die BAK ersucht um Berücksichtigung ihrer Anliegen und Anregungen.