Seite 7 Einige Grenzwerte sind trotz Absenkung noch mit vollkommen inakzeptablen Krebsrisiken ver- bunden. Unter Rückgriff auf die risikobasierten Grenzwerte in Deutschland müssen hier viel niedrigere Grenzwerte festgesetzt werden um in einem ersten Schritt ein maximales Krebsri- siko von maximal 4 zu 10.000 und letztlich von 4. zu 100.000 zu gewährleisten. Im Übrigen wird angeregt, die verbleibenden Restrisiken bei bestehenden TRK-Werten für krebserzeugenden Arbeitsstoffen in der GKV anzumerken um Transparenz für die Rechtsan- wenderInnen zu schaffen. Als Zwischenschritt wird die (angekündigte) Veröffentlichung der Restrisiken auf der Website der Arbeitsinspektion ausdrücklich begrüßt. III. Redaktionelle Bereinigungen im Anhang I der GKV Wie bereits im Fachausschuss Grenzwerte sowie in Sozialpartnerbesprechungen geäußert, sollte die Liste des Anhangs I auch im Hinblick auf redaktionelle Unstimmigkeiten überarbeitet werden. Dadurch werden Rechtssicherheit und Verwendbarkeit in der betrieblichen Praxis verbessert. Um einige Beispiele zu nennen: ? So ist der Stoff Methylphenylendiamin zweimal in der Liste eingetragen, mit unterschiedlichen Angaben. Eine richtige chemische Zuordnung des Stoffes ist erforderlich. ? Bei einer Recherche konnte der mit des CAS-Nr. [108-70-23] verzeichnete Stoff nicht aufgefunden werden. Offenbar ist die CAS-Nr. im Anhang I unrichtig. ? Angeregt wird weiters, dass die Namen der Arbeitsstoffe in jener Zeile, in welcher die Grenzwerte und Einstufungen zu finden sind, einheitlich in Fettdruck hervorgehoben werden. Diese Fettschreibung wurde in mehreren Fällen übersehen. ? Der angegebene Kurzzeitwert für Großguss z. B. für Propanol steht seit Jahren nicht mehr in Geltung. Von der ECHA wurde z. B. Ethylenoxid als fortpflanzungsgefährdend und Dihydroxybenzol als krebserzeugend eingestuft. Dies sollte sich auch in den Einstufungen in der GKV angegeben werden. Eine systematische redaktionelle Überarbeitung der Liste anlässlich der Novellierung wird daher angeregt. IV. Zum Entwurf der VbA-Novelle Gegen die Novellierung bestehen keine Einwände. Wir ersuchen um Berücksichtigung unserer Anliegen und Anregungen. Mit freundlichen Grüßen