Seite 2 die EUTR auferlegten Sorgfaltspflichten vollständig. Es ist davon auszugehen, dass die bisherigen Regelungen das Ziel verfehlen, illegalen Holzhandel in der EU hintanzuhalten. Derzeit wird die EUTR einem Fitness-Check unterzogen, dessen Ergebnis, sowie ein möglicher Legislativvorschlag, im zweiten Quartal 2021 präsentiert werden soll. Die BAK fordert in diesem Zusammenhang eine Reform der EUTR, um eine effiziente Umsetzung der Bestimmungen zu erreichen und sowohl die Quantität als auch die Qualität der durchgeführten Kontrollen zu erhöhen. Zu den Regelungen zur effizienteren Zusammenarbeit der befassten Behörde: Die BAK begrüßt sämtliche Regelungen, die einen effizienteren Vollzug des HolzHÜG und insbesondere eine bessere Kontrolltätigkeit der Behörden ermöglichen. Die BAK fordert, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die zuständigen Behörden ihren Kontrollaufgaben gemäß Art 10 EUTR nachkommen können und insbesondere die finanziellen, technischen und personellen Ressourcen bereitzustellen, um den in Art 10 Abs 2 EUTR vorgesehenen risikobasierten Kontrollansatz umzusetzen, sowie Kontrollen gemäß Abs 3 vorzunehmen, wobei die Bedeutung von Stichproben und Vor-Ort-Überprüfungen (Z c) explizit hervorgehoben wird. Sanktionen – Z 19 (§ 14 Abs 2 Z 1 und 2) und Z 20 (§ 14 Abs 3): Gemäß Art 19 Abs 2 VO (EU) Nr 995/2010 müssen Sanktionen wirksam, verhältnismäßig und abschreckend sein. Die BAK begrüßt die Erhöhung der bislang äußerst niedrig angesetzten Geldstrafen von max 30.000 EUR auf nunmehr bis zu 80.000 EUR, sowie den Verweis auf die Nichtanwendbarkeit von § 33a VStG („Beraten statt strafen“). Ausdrücklich ist jedoch darauf hinzuweisen, dass sich Österreich damit weiterhin im hinteren Drittel der Mitgliedstaaten befindet, was den Strafrahmen betrifft. Das Vorsehen einer Mindeststrafe erscheint geboten, um den abschreckenden Charakter der Geldstrafe zu fördern. Zudem ist anzumerken, dass aufgrund der enorm gestiegenen Nachfrage nach Holz und der hohen Holzpreise der Handel mit Holz attraktiver geworden ist und illegale Praktiken wirksam verhindert werden müssen. Die BAK fordert die Ausschöpfung aller in der EUTR vorgesehenen Sanktionsmöglichkeiten, wie die sofortige Aussetzung der Genehmigung, eine Handelstätigkeit auszuüben (Art 19 Abs 2 Z c). Die BAK ersucht um Berücksichtigung ihrer Anliegen und Anregungen.