Seite 3 zu. Auch die oben angesprochenen Selbstbedienungsboxen der Handelsunternehmen sind an diese Betriebszeiten gebunden. Unter diesen – auch wettbewerbsbezogenen Überlegungen – sollten für die „Dorfläden“ die Bestimmungen des Gewerberechtes und des Öffnungszeitengesetzes vollinhaltlich zur Anwendung kommen. Im Zusammenhang mit der laufenden Diskussion wird auch angemerkt, dass eine Unterscheidung zwischen „Hofläden“ (bäuerliche Direktvermarktung) und „Dorfläden“ getroffen werden muss. Zu präzisieren wäre auch, was unter einem „Dorfladen“ zu verstehen ist. Diesbezüglich besteht keine gewerberechtliche Definition: Ist ein „Dorfladen“ der einzige Laden in einem Dorf, ist es ein Voll- oder Teilsortimenter im Lebensmittelhandel, hat er eine bestimmte Größe (Verkaufsfläche oder Umsatzgröße) einzuhalten oder nicht zu überschreiten? Hier gibt es viele Fragen, die einer Klärung zugeführt werden müssten – nicht zuletzt auch die Frage, ob es in einem Ort nur einen einzigen Dorfladen geben darf oder auch zwei oder mehrere „Dorfläden“. Wie ist juristisch vorzugehen, wenn in einem Ort nur ein Laden (Dorfladen) besteht und ein zweiter hinzukommt? Handelt es sich dann auch um einen „Dorfladen“ oder verliert der erste dann das Anrecht auf diese Bezeichnung. Nach dem Informationsstand der BAK können bereits jetzt schon im Rahmen der bäuerlichen Direktvermarktung Produkte zugekauft werden. Sollte dies nicht der Fall sein, so wären im Unterschied zum „Dorfladen“ geringfügige Erweiterungen im Rahmen der landwirtschaftlichen Direktvermarktung beim bäuerlichen Hofladen diskutierbar. Hier könnten LandwirtInnen im Hofladen auch Produkte von ein oder zwei umliegenden LandwirtInnen mitverkaufen, wenn sie diese Produkte gerade nicht selbst haben bzw herstellen. Es muss für diesen Fall jedoch sichergestellt werden, dass es sich um Produkte handelt, die selbst hergestellt und nicht zugekauft wurden. Ebenso muss es sich um „umliegende“ LandwirtInnen handeln und so müsste damit auch geklärt werden, ob beispielsweise eine Distanz von 50 km noch als „regional“ anzusehen ist. In diesem Zusammenhang sind exakte Definitionen und Abgrenzungen unumgänglich. Da die Unterlagen zur vorliegenden Petition keine weiteren Begründungen oder sonstigen Informationen enthalten, beschränkt sich die Stellungnahme der BAK auf die in der Petition angeführten Ausführungen. Die BAK ersucht um Berücksichtigung der vorgebrachten Punkte.