Unter diesen Voraussetzungen ergibt sich, daß die Ge sam t ein - nah me n des Bundes im Vorschauzeitraum schwächer steigen als das nominelle Brutto-Inlandsprodukt. Die Einnahmenquote (Anteil der gesamten Einnahmen des Bundes am nominellen Brutto-Inlands- produkt) wird von 26'6% (1986) auf 25'1% (1990) sinken. Dieser Rückgang ist durch zwei Komponenten bedingt. Erstens konnte in der Vergangenheit die Einnahmenquote nur aufgrund diskretionärer Maßnahmen, die zusätzliche Einnahmen brachten, erhöht oder ge- halten werden. Die vorhin beschriebenen Annahmen gehen jedoch davon aus, daß in den nächsten Jahren keine neuen Einnahmen be- schlossen werden. Zweitens waren in den letzten Jahren verschiedene Sonderfaktoren wirksam, die insbesondere zu Steigerungen bei den sonstigen Einnahmen fUhrten (dazu zählen vor allem die hohen Rücklagenentnahmen). In der Vorschauperiode wird nicht mit einem so starken Einfluß dieser Komponenten zu rechnen sein, wodurch die sonstigen Einnahmen gedämpft werden, Alle Komponenten der Einnahmen, sowohl die Steuern und steuer- ähnlichen Einnahmen als auch die Betriebseinnahmen und sonstigen Einnahmen, tragen zum Rückgang der Einnahmenquote im Vor- schauzeitraum bei, Im Zeitablauf ergeben sich allerdings gewisse Un- terschiede, Zunlichst (1987) wird die Einnahmenquote durch die steuerlichen Maßnahmen beeinflußt. In den folgenden Jahren ist der Rückgang vor allem auf die schwächere Zunahme der Betriebsein- nahmen und der sonstigen Einnahmen zurückzuführen. In der Ein nah m e n s t r u k t u r zeigt sich eine deutliche Verla- gerung zu den Steuern. Sie erbrachten 198555'5% der gesamten Ein- nahmen des Bundes. Dieser Anteil wird in den n1ichsten Jahren stei- gen und nach den Annahmen der Vorschau 1990 57"4% betragen. Die steuerähnlichen Einnahmen werden ihren Anteil von 15'9% über den gesamten Vorschauzeitraum ann1ihernd konstant halten. Die Be- triebseinnahmen und die sonstigen Einnahmen verlieren hingegen ge- ringfügig an Bedeutung fUr die Budgetfinanzierung. Anfang der achtziger Jahre erbrachten die Betriebe noch mehr als 19% der gesamten Bundeseinnahmen, 1986 nur mehr 187% und nach der Vorschau wird diese Quote 1990 auf 18"5% sinken. Bezo- gen auf das Brutto-Inlandsprodukt geht der Anteil von 5 '0% (1986) auf 4'6% (1990) zurUck, Es setzt sich die langfristig feststellbare Ten- denz fort, daß die Quote der Betriebseinnahmen rückläufig ist. Der Rückgang wird allerdings in den nächsten Jahren etwas schwächer sein als in der ersten Hälfte der achtziger Jahre. 22