V. Qualifiktationserwerb 1. Einleitung 1.1. Zielvorstellung Ziel der Arbeiten war festzustellen, inwieweit die derzeit vom Bil- dungssystem angebotenen Qualifikationen beim Übergang in das Ar- beitsleben ausreichend sind, um den von den Unternehmen gestellten Anforderungen zu entsprechen bzw. welche Maßnahmen im Zusam- menhang mit dem Eintritt in das Arbeitsleben gesetzt werden müssen, um Qualifikationsdefizite abzubauen, Qualifikationsmängel auszu- gleichen bzw. Spezialqualifikationen zu -vermitteln, die im vorgela- gerten Bildungssystem nicht vermittelt wurden (oder werden konn- ten). Obwohl diese Fragestellung dazu anregt, vor allem die Erstausbil- dung (also vor dem erstmaligen Eintritt ins Berufsleben) zu untersu- chen und zu bewerten, darf hierbei nicht haltgemacht werden, da aus den bekannten Gegebenheiten (demographische sowie technisch~wis- senschaftliche Entwicklung, strukturelle Anforderungen etc.) gerade der Weiterbildung steigende Bedeutung zukommt. Auch die Frage der Wiedereingliederung von Erwachsenen ins Berufsleben, die zeit- weilig aus dem Berufsleben ausgeschieden sind (insbesondere Frauen nach der Kindererziehung), wird immer wichtiger, ebenso wie auch die Eingliederung von Arbeitslosen oder auch von älteren Arbeits- kräften in das Berufsleben verstärkt beachtet werden muß. 1.2. Arbeitsweise Es zeigt sich, daß eine überaus weitreichende Aufgabenstellung an- gesprochen war, die sicherlich in der Kürze der zur Verfügung ste- henden Zeit nur pragmatisch und annäherungsweise gelöst werden konnte. Es wurde dazu - trotZ aller denkbaren theoretischen Ein- wände - ein praxis nahes Verfahren ausgewählt, nämlich die Durch- führung vertiefender Interviews - unter BenUtzung eines Leitfadens für Expertenhearings mit Firmenvertretern (Ausbildungsleitern, Per- sonalchefs etc.). Es ergab sich, daß es nicht einfach war, Vertreter von Firmen zu motivieren, diese unter Umständen schwierigen Interviews zu absol- vieren. In einigen Fällen gelang es - trotZ vielfacher Bemühungen 117