ABSCHNITI 1 A. Ökonomische Rahmenbedingungen für die österreichi- sehen Finanzmärktei) 1. Ausmaß der internationalen Verflechtung Österreichs 1.1 Reale Verflechtung Der Grad der außenwinschaftlichen Verflechtung Österreichs be- trug 1984 gemessen an den Exporten im weiteren Sinn (d. s. Waren- und Dienstleistungsexporte) rund 37% des Bruttoinlandsproduktes (482 Mrd. S Exporte im weiteren Sinn bei 1.290 Mrd. S Bruttoinlands- produkt). 486 Mrd. S wurden für Importe im weiteren Sinn aufge- wendet. Der Grad der außenwinschaftlichen Verflechtung hat im vergangenen Jahrzehnt bedeutend zugenommen: von 31% für 1971 auf 37% Exportanteil des Bruttoinlandsproduktes für 1984. Ergänzend sei zur realen Interdependenz Österreichs mit dem Aus- land noch angemerkt, daß in Österreich 26% aller in der Industrie Beschäftigten in Unternehmungen mit ausländischen Direktinvestitio- nen beschäftigt sind, davon bereits drei Viertel in Industrieunterneh- mungen mit ausländischer Mehrheitsbeteiligung2). In der Wirtschaft ohne Industrie wurde der Grad der direkten Auslandsabhängigkeit für insgesamt 6% aller Arbeitnehmer festgestellt. Bei Kreditunterneh- mungen und Versicherungen war der Auslandsanteil mit 22% hinge- gen überdurchschnittlich hoch. Bei den Kreditunternehmungen allein jedoch niedriger: Von den insgesamt rund 63.000 Beschäftigten (Stand 1981) der Kreditwirt- schaft war nur bei 1.000 Beschäftigten eine ausländische Mehrheits- beteiligung festzustellen2). Der Grad des ausländischen Einflusses auf die österreichische Wirtschaft steigt an, soferne noch indirekte Auslandsbeteiligungen berücksichtigt werden. Eine indirekte Auslandsbeteiligung liegt dann vor, wenn eine bereits unter ausländischem Einfluß stehende österrei- 1) BezUl1lich der rechtlichen Rahmenbedingungen sei auf den Anhang verwiesen. 2) Mittttilungen des Direktoriums der Oe NB 1211983, Ausländische Direktinvesti- tionen in Osterreich, Sande per Ende 1980-1981. 9