2,2.4 Der Rentenmarkt Die Fristigkeitsstruktur der Einlagen hat sich im Zeitablauf jeweils nach den Habenzinsabkommen verschoben, Es zeigt sich aber, daß die formelle Bindung und die tatsächliche Verweildauer immer stär- ker auseinanderlaufen, Volumen und Entwicklung des Rentenmarktes 1949 bis 1984 Der österreichische Rentenmarkt umfaßte zum Jahresende 1984 einen Umlauf von 520'9 Mrd, S, Von diesem Umlauf entfielen 280'8 Mrd, S (53'9%) auf Renten von Kreditunternehmungen und 240'1 Mrd, S (46'1%) auf Emissionen der Nichtbanken, Zerlegt man den Zeitraum 1949-1984 in drei Perioden, so ergibt sich fUr die Nettoemissionen folgendes Bild: 1949-1969 In der ersten Periode wurde der Rentenmarkt netto mit Einmal- emissionen in der Höhe von 40 Mrd, S oder 69'5% und Daueremis+ sionen im Volumen von 11'6 Mrd, S oder 30'5%, zusammen also mit 51'6 Mrd, S beansprucht, Am Gesamtumlauf an Einmalemissionen zu Ende 1969 partizi- pierte der Bund mit 30'6%, andere Gebietskörperschaften mit 12'9%, die Elektrizitätsversorgungsunternehmungen mit 20'3%, Der Anteil der Emissionen der Kreditunternehmungen lag insgesamt bei 331%, hievon entfielen jedoch 26'4 Prozentpunkte auf die Emissionen von Pfand- und Kommunalbriefen, Das Verhältnis der Emissionen der Nicht- Kreditunternehmungen zu den Emissionen der Kreditunternehmungen lag bei 66: 34, In der ersten Periode lagen die Nominalzinssätze zwischen 5% und 7% und das Renditenniveau zwischen etwas über 5% und 1'39%, Die Gesamtlaufzeiten der Einmalemission schwankten zwi- schen 15 und 30 Jahren, die mittleren Laufzeiten zwischen 10'5 und 18Jahren, Der Struktur nach diente der Rentenmarkt in dieser ersten Periode vornehmlich der Finanzierung von Nichtbanken mit einem erhebli- chen Anteil der Elektrizitätswirtschaft, Als Kreditinstitutsemittenten traten im wesentlichen Spezialkreditunternehmungen auf (Hypothe- kenbanken und die Oesterreichische Kontrollbank AG), 56