der Beseitigung der Doppelbesteuerung (Anrechnungs-, Abzugsver- fahren) gemacht werden. Neben den steuerrechtlichen Fragen sind in Österreich auch Besonderheiten des Marktes zu beachten: Auf der Nachfrageseite ist auf psychologische Momente zu verweisen, auf der Angebotsseite auf die Eigentumerstruktur (Dominanz von verstaat- lichten Bankkonzernunternehmen einerseits, Familienaktiengesell- schaften andererseits). 2. Institutionelle Beteiligungsfmanzierung Hinsichtlich der institutionellen Beteiligungsfinanzierung stellte der Beirat die Errichtung von Kapitalbeteiligungsgesellschaften zur Diskussion. Diese kämen als Quelle von Finanzierungsmitteln mit EigentUmerrisiko gerade fUr den Bereich der nicht emissionsfähigen Unternehmungen in Frage. Bis heute sind in Österreich mehrere regionale und eine Uberregio- nale Kapitalbeteiligungsgesellschaft installiert worden. Die Refinan- zierung erfolgt bisher grundsätzlich aus Gesellschaftsmitteln, die Mo- bilisierung von privatem Risikokapital hat hier kaum stattgefunden. Insofern kann von "echten" Kapitalbeteiligungsgesellschaften nicht gesprochen werden. Privates Risikokapital konnte hingegen im Rah- men von speziellen Beteiligungsinstitutionen mobilisiert werden. Ein größeres Aufkommen an privatem Kapital ist erst durch die be- deutende steuerliche Förderung der Refinanzierung von Beteiligungs- fonds im Rahmen des Beteiligungsfondsgesetzes ("Genußscheine") erzielt worden, während die ebenfalls - geringer - geförderte treu- händige Beteiligung keinen nennenswerten Umfang erreicht hat. Seit 1982 konnten rund 5 Mrd. S Genußscheine emittiert werden. Für die konkrete Ausgestaltung des Beteiligungsfondsgesetzes hat der Beirat für Wirtschafts- und Sozialfragen im Rahmen der Arbeitsgruppe "Fi- nanzmärkte" ad hoc Vorschläge erstattet (vgL Anhang 9). 3. Institutionelle Kreditfinanzierung a) Zu den Beiratsempfehlungen betreffend die Verbesserung des Kreditbesicherungsrechtes ist anzumerken: Eine generelle Erleichterung des Schuldnerwechsels bei einer 97