1. Einleitung Verschiedene Umweltprobleme, wie zB die Algenplage in der Adria, das Waldsterben in manchen Regionen, die Spätfolgen von Tschernobyl, klima¬ tische Veränderungen usw lassen ökologische Fragen immer mehr ins Zentrum der öffentlichen Diskussion rücken. Gleichzeitig erhebt sich der Ruf nach Eindämmung der Umweltzerstörung. Eine generelle Verlagerung des Interesses von administrativen Maßnahmen (Ge- und Verbote), die eine wirksame Ver- wal tungskontrol 1 e erfordern, zu Regelungen, die über den Preismechanismus wirksam werden sollen (Abgaben, Steuern), hat auch die Primärenergieabgabe (PEA) zum Diskussionsthema gemacht (1). Die vorliegende Arbeit befaßt sich hauptsächlich mit den ökonomischen Auswirkungen einer in Österreich eingeführten PEA. Es erscheint aber unerläßlich, einleitend auf die ökologischen Grundlagen und Zusammenhänge einzugehen, die Basis der PEA-Vorschläge sind. Mit der Umwandlung und dem Einsatz von Energie sind vielfältige Umweltbe¬ lastungen verbunden, die schon länger im Blickpunkt des umweltpolitischen Interesses stehen (Emission von So0 , CO, NO^ und Staub). Prinzipiell können diese Emissionen durch Verringerung des Einsatzes von Energie oder durch Rückhaltetechniken ("end of pipe technologies"), wie Filteranlagen und Katal ysatoren, verringert werden. Es ist daher in erster Linie eine Frage der Effizienz und administrativen Praktikabi1ität, wie man in diesem Bereich ein definiertes umweltpolitisches Ziel erreicht. Durch admini¬ strative Maßnahmen, die den Prozeß und dessen Technologie regulieren sollen, können oft keine klaren Ziele angestrebt werden, da die Absenkung eines Grenzwertes und die Erhöhung der Kapazität einer Anlage einander