24 Bemessungsgrundlage von mit einer Rate wächst, die unter dem Wachstum des realen Output liegt. Es entstünde somit ceteris paribus ein im Zeit¬ ablauf wachsendes Budgetloch. Dabei ist hier ohnehin schon - obwohl in Gleichung 21. aus Gründen der Einfachheit nicht explizit gemacht - ein real konstanter Steuersatz (t2) unterstellt (Variante I: 12 g/kWh in Preisen von 1990). Denn nur ein solcher wäre mit einem konstanten negativen Energieverbrauchstrend (-s) vereinbar. Da die Höhe dieses negativen Energieverbrauchstrends (-s) über die Preiselastizität vom relativen Energiepreis und damit vom Steuersatz t^ abhängt, zeigt sich ganz klar das unaufhebbare Dilemma zwischen Len- kungs- und Fiskaleffekt: Hält man t^ nicht real konstant und läßt man damit den relativen Energiepreis durch die allgemeine Preissteigerung wieder sinken, fällt der Energieverbrauch wieder höher aus (-s wird absolut kleiner), die Ergiebigkeit der Steuer verbessert sich, die ökolo¬ gische Zielsetzung wird jedoch verletzt. Erhöht man ±2 umgekehrt stärker als die Inflationsrate, dann steigt (-s) durch den steigenden relativen Energiepreis, die ökologische Lenkung wird verbessert, das Aufkommen fällt jedoch geringer aus (trotz steigendem Steuersatz). Nimmt man jedoch - wie schon gesagt - an, daß durch Senkung von t^ bei Einführung einer PEA Energie durch Arbeit substituiert wird und damit der Arbeitskoeffizient weniger stark zurückgeht, dann kann ein Teil dieses Budgetloches gestopft werden. In eine ähnliche Richtung ging die Diskus¬ sion der siebziger Jahre, die exogenen ölpreisschocks durch zurückhaltende Lohnpolitik aufzufangen, wenngleich auf makroökonomischer Ebene argumen¬ tiert (9).