57 5.2. Vertei1ungseffekte Der Einkommenseffekt einer PEA, die durch einen Ökobonus oder eine Mehr¬ wertsteuersenkung kompensiert wird, ist wahrscheinlich aufgrund der Preiseffekte (Verringerung der verfügbaren Einkommen) ebenfalls negativ. Im folgenden soll v.a. der Verteilungseffekt der Kompensationsmodelle näher analysiert werden, wobei das ökobonus-Mode11 einer Mehrwertsteuer¬ senkung gegenübergestellt wird. Ausgegangen wird wiederum von der VGR- kompatiblen Konsumerhebung für den privaten Konsum 1983. Die direkte PEA-Belastung beträgt dabei 6,8 Mrd S (I) bzw 11,4 Mrd S (II) (vgl: Tabelle 10). Darin sind die höheren Stromkosten ebenfalls enthalten, sodaß das tatsächliche PEA-Aufkommen der privaten Haushalte, das als Ökobonus verteilt werden könnte, niedriger wäre. Der Einfachheit halber soll jedoch im folgenden angenommen werden, daß die 6,8 Mrd S (I) oder 11,4 Mrd S (II) Belastung als Ökobonus auf die Haushalte verteilt werden. Das ergäbe 1983 eine Rückerstattung pro Haushalt und pro Monat von öS 205,- (I) bzw öS 340,- (II). Tabelle 15 stellt die Verteilungseffekte dieses Ökobonus- Modelles dar, wobei sich klar die progressive Wirkung über die Einkom¬ mensstufen zeigt. Während in der untersten Einkommensstufe eine Nettoent¬ lastung von 6,88 % (I) bzw 11,40 % (II) des Einkommens wirksam wird, sind Haushalte der obersten Einkommensstufe mit 0,29 % (I) bzw 0,49 % (II) des verfügbaren Einkommens Nettozahler. Sowohl der vertikale als auch der horizontale Verteilungseffekt sprechen daher für den ökobonus. Um zu vermeiden, daß das Ökobonus-Model 1 zu einer starken Anhebung der Steuerquote führt, könnte der Rückerstattungsmodus über Absetzbeträge im Rahmen der Einkommenbesteuerung erfolgen. Daß aber