QU wird, der durch bestimmte Kornpensationsformen (Senkung der Lohnnebenkosten (ökobonusmodell)) gemildert werden kann. In anderen Branchen kann durch solche Kompensationsformen sogar eine positive Beschäftigungswirkung auftreten. Der kurzfristige Beschäftigungseffekt wird jedoch durch das Überwiegen der Belastung investitionsintensiver Wirtschaftszweige (Pa¬ piererzeugung) negativ sein. Daß Anpassungsprozesse insbesondere bei schlagartiger und nicht abgestufter Einführung einer PEA nicht völlig friktionsfrei verlaufen können, ist klar. Dabei ist hervorzuheben, daß die Anpassungsprozesse dann wesentlich leichter ökonomisch und politisch bewältigt werden können, wenn Österreichs Haupthandel spartner in etwa dem gleichen Umfang ebenfalls eine PEA einführen. Auch aus ökologischer Sicht wäre ein international koordiniertes Vorgehen wünschenswert, eine inten¬ sive Diskussion darüber ist in Westeuropa jedenfalls festzustellen. Ein weiterer Schwerpunkt unserer ökonomsichen Untersuchung waren die verteilungspolitischen Auswirkungen einer PEA im privaten Konsum, über alle Einkommensstufen hinweg zeigt sich sowohl in Österreich als auch in der BRD erwartungsgemäß eine regressive Wirkung der PEA. Diese Wirkung kann jedoch durch entsprechende Kompensationsmodene vermieden werden. Die Geschichte der Steuerreformen zeigt, daß die Pro- und Kontraargumente, die für neue Steuertypen vorgebracht werden, stets mit großen Emotionen behaftet sind. Aufgabe der Finanzwissenschaft dabei ist es, nicht primär Werturteile zu äußern (obwohl die Autoren natürlich solche haben), sondern objektive Fakten als Entscheidungsgrundlagen darzustellen. Wir hoffen, mit der vorliegenden Arbeit diese Zielvorstel1ung erfüllt zu haben.