lichen Entscheidungsträger ein. Aus dieser Verzerrung der Kosten- struktur kommt es im Vergleich mit einem gesamtwirtschaftlichen Optimum zur Verzerrung der Produktions- und Konsumstruktur. Güter, bei deren Produktion oder Konsum negative externe Effekte (z. B. Umweltschäden) auftreten, werden in Relation zu ihrem tat- sächlichen Verbrauch an volkswirtschaftlichen Ressourcen zu billig sein, ihre Produktion bzw. ihr Konsum wird über das volkswirtschaft- lich optimale Ausmaß hinaus ausgedehnt werden. In jenen Bereichen, in denen die Schädigung auftritt, kommt es zu überhöhten Kosten. Produktion und/oder Konsum liegen unter dem Optimum. 2.2. Internalisierung externer Effekte Durch sogenannte "Internalisierung" externer Effekte werden die ursprünglich nicht marktmäßigen Beziehungen, die noch dazu meist nicht leicht monetär quantifizierbar sind, in die Wirtschaftsrechnung der Betroffenen einbezogen. In diesem Fall werden bei den Produk- tions- und Konsumentscheidungen die "volkswirtschaftlich richtigen" Kosten bzw. Preise berücksichtigt. Internalisierung wird durch eine den gesellschaftlichen Kosten entsprechende Abgrenzung der rechtli- chen Verantwortungen erreicht. Wenn auch nicht immer ausdrücklich so bezeichnet, ist doch ein Großteil der umweltpolitischen Zielsetzungen auf eine derartige In- ternalisierung der externen Effekte hin ausgerichtet. Wie es gelingt, diese Effekte zu internalisieren, ist eine Frage der Ausgestaltung des umweltpolitischen Instrumentariums. 2.3. Umwelt als öffentliches Gut Besonders deutlich treten die Unterschiede zwischen einzelwirt- schaftlicher und gesamtwirtschaftlicher Rationalität dort zutage, wo die nutzbare Umwelt kostenlos Zur Verfügung steht. Rational den- kende einzelne werden in diesen Fällen von dem jeweiligen Umwelt- gut das erreichbare Maximum konsumieren, weil die umweltscho- nende Konsumzurückhaltung eines einzelnen für diesen keinerlei Vorteil bringt. Im Gegenteil: Jeder Konsumverzicht eines einzelnen ermöglicht es den anderen, mehr zu konsumieren. Hier stellt sich die Frage, auf welche organisatorische Weise es möglich ist, auch die Nutzung von Umweltgütern gesellschaftlich optimal zu gestalten. 58