welt ein wichtiger Inputfaktor ist, wie reines Wasser (Chemie, Nah- rungs- und Genußmittelindustrie), reine Luft (Hüttenindustrie) sowie Land- und Forstwirtschaft, Fremdenverkehr und diverse Freizeitindu- strien. 5.9. Ergebniss fUr Österreich Die umfassendste österreich ische Studie Uber die Beschäftigungs- wirkungen des Umweltschutzes von Knoth versucht für die Bereiche Industrie und Großgewerbe, öffentliche Hand und E-Wirtschaft die in den Jahren 1974 bis 1979 fUr Umweltschutzzwecke getätigten Aus- gaben zu schätzen, aufgeteilt auf Investitionen und laufende Kosten sowie auf die Kategorien Luft, Wasser, Abfall und Lärm. Nach einer Preisbereinigung wird unter Heranziehen der Beschäftigungsmultipli- kararen entsprechend der Input-Output- Tabelle 1964 (Preis- und Ar- beitsproduktivitätsänderungen auf den Stand 1976 modifiziert) der direkte und indirekte positive Beschäftigungseffekt der Umwelt- schutzausgaben ermittelt, und zwar der direkte Effekt durch zusätzli- che Nachfrage nach Umweltschutzgütern und -leistungen, durch Pla- nung und Verwaltung von Umweltschutzmaßnahmen, durch Betrieb und Überwachung von Umweltschutzeinrichtungen sowie der indi- rekte Effekt durch die Nachfrage nach Vorleistungen. Die in Tabelle 6 dargestellten zahlenmäßigen Ergebnisse erschei- nen im Hinblick auf die BRD-Daten plausibel. Die dort angeführten österreichischen Zahlen stellen eher eine Unterschätzung des positi- ven Effektes dar, da einerseits verschiedene Ausgabenkategorien nicht berücksichtigt wurden (Investitionen mit rentabilitätserhöhen- dem und strukturverbesserndem Effekt, wie etwa in der Papierindu- strie) und da vom Ausgabenvolumen Abschläge für eventuell nicht be- schäftigungswirksame Anteile (Steuern) vorgenommen wurden. An- derseits können mit dieser Methode Veranderungseffekte und damit mögliche Beschäftigungseffekte nicht erfaßt werden. Im Detail zeigten sich bei den Investitionen Bauvorhaben mit einem großen inlandswirksamen Anteil am beschäftigungswirksam- sten. Bei einem größeren Anteil technischer AusrUstungen sinkt der Beschäftigungseffekt durch die höhere Produktivität und einen stei- genden Auslandsanteil. Von den Investitionen erwies sich folglich die Abwasserbehandlung am beschäftigungsintensivsten. Im Zeitablauf ist allerdings eine deutliche Tendenz der Verschie- 73