keit von Kostensteigerungen innerhalb einer Branche (da für alle Be- triebe dieser Branche dieselbe Nachfrageelastizität nach ihren Pro- dukten herrscht) deutliche Unterschiede in der Kostenbelastung der einzelnen Betriebe auftreten. Einzelne emissionsintensive Betriebe werden nicht (voll) überwälzen können und daher Gewinneinbußen erleiden, die zum Ausscheiden dieser Betriebe aus dem Produktions- prozeß fuhren können. Wie sich Kostenerhöhungen auf einzelne Be- triebe auswirken, hängt in der Theorie weitgehend von der Zahl der Anbieter auf einem Markt ab: Per Saldo steigt mit der Zahl der An- bieter die Konkurrenz, dadurch sinkt die Möglichkeit zur Überwäl- zung in die Preise. Dies gilt verstärkt auch fUr einzelne Betriebe bzw. Branchen, die der ausländischen Konkurrenz, sei es im In- oder Aus- land, ausgesetzt sind. 6.3. Kurz- und langfristige Preis effekte Die bisherigen Erklärungen betreffen hauptsächlich die kurzfristi- gen Preiseffekte. Nur im kurzen Zeitraum sind ÜberwälzungsUberle- gun gen dieser Art relevant, langfristig kann angenommen werden, daß bei einer geschlossenen Wirtschaft alle Kostensteigerungen auf die Endverbraucher überwälzt werden: Gelänge es (bei mehreren An- bietern) einer Reihe von Firmen nicht, ihre gestiegenen Kosten in die Preise zu überwälzen, wUrden ihre Gewinne sinken und die Firmen letztlich aus dem Markt ausscheiden. Dadurch wUrde es bei gege- bener Nachfrage zu Kapazitäts- und Angebotsengpässen kommen, die es den verbliebenen Erzeugern ermöglichen wUrden, ihre Preise zu erhöhen, bis die Nachfrage wieder (zu einem höheren Preis als vorher) befriedigt werden kann. 6.4. Andere Preis effekte Neben den bisher genannten Preiseffekten sind noch andere zu nennen: Durch Umweltschutz induzierte Innovationen können per Saldo preissenkend wirken (z. B. Substitution zwischen Investitions- und Betriebskosten) . Umweltschutzbedingte Substitutionen von Produktionsfaktoren oder Produkten kann volkswirtschaftliche Kosten senken. 77